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21.10.2013

13:50 Uhr

China Mobile

Mobilfunkriese leidet unter Kurznachrichten-Apps

China Mobile hat weltweit die meisten Kunden, allerdings schreiben die immer weniger SMS, sondern nutzen Apps. Das hat dem Unternehmen einen Gewinneinbruch beschert. Jetzt setzt es auf eine Kooperation - mit Apple.

Handy-Nutzer in Schanghai: Hoffnung auf 4G. AFP

Handy-Nutzer in Schanghai: Hoffnung auf 4G.

PekingChina Mobile setzt die wachsende Konkurrenz von Kurznachrichtendiensten zu. Immer mehr Kunden kommunizierten untereinander über spezielle Apps und nicht mehr klassisch per SMS über ihren Anbieter, teilte der nach Kundenzahl weltgrößte Mobilfunkkonzern mit. Daher sei der Nettogewinn im dritten Quartal binnen Jahresfrist überraschend kräftig um neun Prozent auf umgerechnet 3,4 Milliarden Euro gesunken. Große Hoffnungen setzt das Unternehmen nun in die neue Übertragungstechnik der vierten Generation (4G), die eine Zusammenarbeit mit Apple ermöglichen könnte.

Für den Ausbau des 4G-Netzes will China Mobile knapp fünf Milliarden Euro lockermachen. Das könnte dann bald zu einer Kooperation mit Apple führen. Denn bislang kann der Konzern als einziger Mobilfunker in der Volksrepublik noch nicht das iPhone anbieten, weil er in seinem 3G-Netz einen eigenen Technikstandard nutzt.

Was an WhatsApp Kopfschmerzen bereitet

Laxer Umgang mit Datenschutz

WhatsApp überträgt die Kontakte im Adressbuch auf seine Server in den USA – in Zeiten mächtiger Geheimdienste kein angenehmer Gedanke. Hinzu kommt: Durch die Offenlegung der Handynummern erfahren andere Leute, dass man die App nutzt – zumindest, wenn sie diese auch installiert haben und im Adressbuch stehen.

Zweifel an der Verschlüsselung

Lange wurden die WhatsApp-Nachrichten unverschlüsselt übertragen. Auch an der inzwischen eingesetzten Verschlüsselungstechnologie hegen Experten Zweifel.

Sicherheitsbedenken

Schon mehrfach stand Whatsapp wegen des laxen Umgangs mit Sicherheitsfragen in der Kritik – das betrifft nicht nur die Verschlüsselung. So konnten eine Zeit lang Whatsapp-Nutzerkonten relativ leicht gekapert werden. Nach Einschätzung einer Sicherheitsfirma kann auch der Bezahlprozess ausspioniert werden.

Soziale Kontrolle

Für jeden App-Nutzer ist einsehbar, wann die Kontakte das letzte Mal den Dienst genutzt haben. Es kommt vor, dass darüber Mütter kontrollieren, ob ihre Babysitter zu Hause noch wach sind – denn die verdaddeln die Zeit oft genug mit WhatsApp. Die App ermöglicht also eine gewisse soziale Kontrolle.

Undurchsichtige Firma

Über die Firma WhatsApp ist wenig bekannt, die Macher meiden die Öffentlichkeit weitgehend. Das stärkt nicht gerade das Vertrauen. Auch der Anfang 2014 angekündigte Verkauf an Facebook stößt auf Skepsis – das Soziale Netzwerk gilt nicht wenigen als Datenkrake.

Von

rtr

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