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29.04.2013

16:46 Uhr

Chinas Twitter-Version

Alibaba steigt bei Weibo ein

Alibaba, Chinas größter Online-Händler, hat Anteile von Weibo, dem chinesischen Pendant zu Twitter erworben. Das Unternehmen will sich so auf dem Markt der sozialen Netzwerke etablieren.

Alibaba ist Chinas größter Online-Händler. Reuters

Alibaba ist Chinas größter Online-Händler.

BangaloreChinas größter Online-Händler Alibaba ist bei der chinesischen Twitter-Version Weibo eingestiegen und verschafft sich damit ein Standbein auf dem rasant wachsenden Markt der sozialen Netzwerke. Alibaba zahle für eine Beteiligung in Höhe von 18 Prozent 586 Millionen Dollar, teilte der Weibo-Mutterkonzern Sina am Montag mit. Damit werde Weibo mit mehr als drei Milliarden Dollar bewertet. Zugleich werde Alibaba erlaubt, die Beteiligung auf bis zu 30 Prozent auszubauen. Die in New York notierten Sina-Aktien legten 19 Prozent zu. Sina versucht angesichts des zunehmenden Konkurrenzdrucks wie durch die Tencent -Tochter WeChat seit einiger Zeit, den Weibo-Dienst mit seinen mehr als 400 Millionen Nutzern zu Geld zu machen.

Was alles geteilt wird

Autos

Die wohl bekannteste Art des Teilens ist das Carsharing: Dutzende Unternehmen sind mittlerweile am Markt. Portale wie Tamyca und Carzapp wollen den Austausch zwischen Privatleuten fördern, die großen Autohersteller und die Deutsche Bahn setzen auf Modelle, die eher der klassischen Vermietung ähneln. Allen gleich ist, dass Nutzer auf den Kauf eines eigenen Autos verzichten können, wenn es nur genügend Leihmöglichkeiten in der Nähe gibt.

Mitfahrgelegenheiten

Fahrgemeinschaften gibt es schon seit Jahrzehnten, doch Online-Portale erleichtern die Suche nach einem Fahrer oder Mitfahrer. Anbieter wie mitfahrgelegenheit.de und mitfahrzentrale.de decken eher lange Strecken ab, das Startup Flinc will auch spontane Fahrten auf kurzen Distanzen ermöglichen.

Unterkünfte

Ob nur eine Couch oder ein ganzes Luxus-Apartment: Diverse Portale vermitteln private Unterkünfte. Rund um das Netzwerk Couchsurfing hat sich eine Community von reiselustigen Nutzern entwickelt, die einander kostenlos für ein paar Nächte Unterkunft gewähren. Wer über Airbnb oder 9flats Zimmer oder Wohnung vermietet, kann durchaus ein paar hundert Euro pro Woche einnehmen.

Arbeitsplätze

Das Stichwort lautet Coworking: Freiberufler und Startups finden sich in Bürogemeinschaften zusammen, Portale wie coworking.de geben Orientierung.

Spielzeug und Kinderkleidung

Kinder wachsen schnell aus ihrer Kleidung heraus – warum also nicht gut erhaltene Hosen und T-Shirts weitergeben? Auf dem Portal kinderbox.de soll das auch online bequem möglich sein. Die Macher von meinespielzeugkiste.de bieten Eltern an, altersgerechtes Spielzeug gegen Gebühr zu mieten. Gefällt es dem Nachwuchs nicht mehr, wird es zurückgeschickt und gegen andere Dinge eingetauscht.

Essen

Instantnudeln mit Schweinefleischgeschmack, Folgemilch für Babys, Brötchen von vorgestern: Auf der Plattform foodsharing.de können Privatpersonen, Händler und Hersteller überschüssige Lebensmittel kostenlos anbieten. Geld soll dabei nicht fließen – Ziel ist, der Verschwendung Einhalt zu gebieten. „Wir wollen den Lebensmitteln damit wieder einen ideellen Wert geben, denn sie sind mehr als bloß eine Ware“, teilen die Macher auf ihrer Website mit.

Bücher, DVDs, Werkzeug

Einige Portale beschränken sich nicht auf einzelne Güter, sondern ermuntern die Nutzer, ihr komplettes Hab und Gut zum Tausch anzubieten – etwa Frents oder WhyOwnIt. Das Einspeisen in die Datenbank soll eine Fotogalerie erleichtern.

Der US-Dienst Twitter befindet sich in privaten Händen und hat weltweit rund 200 Millionen Nutzer. Der Wert des Unternehmens wird auf mehr als acht Milliarden Dollar geschätzt.

Von

rtr

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