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03.09.2012

18:30 Uhr

Chinesische Zulieferer

Samsung geht Kinderarbeit-Vorwürfen nach

Chinesische Zulieferer von Samsung sollen Kinder in den Fabriken einsetzen. Der südkoreanische Elektronikhersteller will nun die Vorwürfe der Organisation China Labor Watch prüfen. Sechs Betriebe sind demnach betroffen.

Kinderarbeit: Elektronikhersteller Samsung geht Vorwürfen nach. dpa

Kinderarbeit: Elektronikhersteller Samsung geht Vorwürfen nach.

SeoulNach neuen Vorwürfen zu Kinderarbeit in chinesischen Fabriken hat der südkoreanische Elektrokonzern Samsung eine Überprüfung aller seiner knapp 250 Zulieferer im Nachbarland angekündigt. Zugleich widersprach der weltgrößte Hersteller von Fernsehern, Speicherchips und Smartphones am Montag in Seoul Anschuldigungen der in New York ansässigen Organisation China Labor Watch, dass bei seinem Zulieferer HEG Electronics in Südchina Kinder arbeiteten.

Zuvor hatte Samsung erklärt, Vorwürfen nachgehen zu wollen, dass in seinen eigenen Fabriken in China Kinder zur Arbeit gezwungen würden.

In einem Bericht von China Labor Watch werden Missstände in sechs chinesischen Fabriken angeprangert, die direkt zu Samsung gehören. Über den Bericht hatte am Wochenende zuerst das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet. Im vergangenen Monat hatte die nicht-staatliche Organisation bereits geschrieben, dass sieben Kinder unter 16 Jahren in der Fabrik von HEG in Huizhou arbeiteten, wo unter anderem Handys und DVD-Spieler für Samsung gefertigt werden.

Zunächst will Samsung eigenen Angaben zufolge 100 Mitarbeiter nach China entsenden, die bis Ende September alle 105 Betriebe inspizieren sollen, die ausschließlich den Konzern beliefern. Bis Ende des Jahres soll die Situation in weiteren 144 Lieferbetrieben dokumentiert werden, die für Samsung und andere Unternehmen arbeiten.

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