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21.05.2014

16:15 Uhr

Chinesischer PC-Konzern

Lenovo profitiert Expansion bei Smartphones

Lenovo ist weltweit die Nummer vier auf dem Markt mit mobilen Geräten. Das schlägt sich auch in den Zahlen nieder: Der Gewinn klettert um fast ein Drittel. Binnen zwei Jahren will Lenovo Tablet-Marktführer werden.

Der chinesische Konzern, zu dem in Deutschland auch der Aldi-Lieferant Medion gehört, hatte zuletzt für Milliarden-Beträge den Handy-Hersteller Motorola von Google und die IBM -Serversparte gekauft. AFP

Der chinesische Konzern, zu dem in Deutschland auch der Aldi-Lieferant Medion gehört, hatte zuletzt für Milliarden-Beträge den Handy-Hersteller Motorola von Google und die IBM -Serversparte gekauft.

PekingDie Expansion in den Smartphone-Markt zahlt sich für den chinesischen Computer-Hersteller Lenovo aus. Der Gewinn kletterte im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März um 29 Prozent auf umgerechnet 596 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Umsatz stieg um gut 14 Prozent auf über 28 Milliarden Euro. Lenovo profitierte dabei vom starken Wachstum der Sparte mit mobilen Geräten. Hier wurde ein Rekordabsatz verzeichnet. In dem von Samsung und Apple dominierten Markt sind die Chinesen mittlerweile die Nummer vier. Und sie setzen sich ehrgeizige Ziele: Im laufenden Geschäftsjahr wollen sie 100 Millionen Smartphones und Tablet-Computer verkaufen und binnen zwei Jahren zum Marktführer bei Tablets werden, wie Konzernchef Yang Yuanqing erklärte.

Lenovo steht dank des Erfolgs im Smartphone-Bereich besser da als so mancher Konkurrent aus der klassischen PC-Welt. Da immer mehr Menschen mobile Geräte wie Smartphones und Tablets statt der herkömmlichen Computer nutzen, muss zum Beispiel der US-Rivale Dell saniert werden. Auch dessen Erzrivale Hewlett-Packard, der am Mittwochabend Quartalszahlen vorlegen wollte, schwächelte zuletzt.

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Der chinesische Konzern, zu dem in Deutschland auch der Aldi-Lieferant Medion gehört, hatte zuletzt für Milliarden-Beträge den Handy-Hersteller Motorola von Google und die IBM -Serversparte gekauft. Kurzfristig müssten die Zukäufe zunächst verdaut werden und könnten die Ergebnisse belasten, so das Lenovo-Management. Analysten rechnen damit, dass es bis Ende 2014 dauern könnte, bis sich die Akquisitionen auszahlten. Es wird zudem erwartet, dass Apple und Samsung in dieser Zeit den Wettbewerb noch verschärfen.

Von

rtr

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