Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.07.2014

14:28 Uhr

Chip-Entwickler

Dialog Semiconductor übertrifft Erwartungen

Im TecDax gehört der Chipentwickler Dialog Semiconductor zu den Verlierern des Tages, Gewinnmitnahmen sorgen für ein Nachgeben der Aktie. Zuvor hatte das Unternehmen alle Analysten-Erwartungen deutlich übertroffen.

Der Chip-Entwickler Dialog Semiconductor (hier ein Audio-Chip des Konkurrenten Infineon) konnte die Erwartungen der Analysten übertreffen, gehört aber im TecDax zu den Verlierern. Das Unternehmen beliefert unter anderem Firmen wie Apple und Bosch. dpa

Der Chip-Entwickler Dialog Semiconductor (hier ein Audio-Chip des Konkurrenten Infineon) konnte die Erwartungen der Analysten übertreffen, gehört aber im TecDax zu den Verlierern. Das Unternehmen beliefert unter anderem Firmen wie Apple und Bosch.

FrankfurtDer Chipentwickler Dialog Semiconductor hat im zweiten Quartal mit einem Umsatz- und Gewinnsprung die Erwartungen der Börsianer übertroffen. Dank des Booms von Smartphones und LED-Beleuchtung, für die Dialog Semiconductor Komponenten produziert, kletterte der Umsatz um 45 Prozent auf 219 Millionen Dollar, wie das im TecDax gelistete Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Das um Kosten für Vergütungsprogramme und Sozialversicherungen bereinigte operative Ergebnis sprang um 140 Prozent auf 28,4 Millionen Dollar. Beides lag deutlich über den Prognosen der Analysten. Dennoch gehörten die Dialog-Aktien mit einem Abschlag von fast drei Prozent zu den größten Verlierern im TecDax, was Händler mit Gewinnmitnahmen begründeten.

Nach der gescheiterten Fusion mit dem österreichischen Chipentwickler AMS will Dialog Semiconductor vor allem sein Kerngeschäft weiterentwickeln. „Wir werden uns auch in den nächsten beiden Quartalen darauf konzentrieren, eine Reihe von neuen Produkten erfolgreich voranzubringen“, erklärte Vorstandschef Jalal Bagherli.

Die größten Chiphersteller

Ein Milliardenmarkt

Chips stecken in immer mehr Geräten – vom Auto bis zur Smartwatch. Deswegen wächst die Nachfrage. Nach Einschätzung der Marktforschungsfirma Gartner erreichte der weltweite Umsatz mit Halbleitern 2013 rund 315 Milliarden Dollar, ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dominator Intel

Intel ist und bleibt die Nummer 1. Der US-Konzern hielt 2013 nach Angaben von Gartner 15,4 Prozent Marktanteil. Der Umsatz sank allerdings um 1 Prozent auf 48,6 Milliarden Dollar, vor allem wegen des schrumpfenden PC-Marktes.

Samsung macht auch in Chips

Samsung ist für seine Smartphones und Fernseher bekannt, doch der südkoreanische Konzern ist auch der zweitgrößte Chiphersteller mit einem Marktanteil von 9,7 Prozent. In den letzten Jahren wuchs Samsung rasant, nicht zuletzt dank des steigenden Bedarfs an Speicherbausteinen (DRAM und NAND). Der Umsatz: 30,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 7 Prozent.

Qualcomm wächst dank Smartphones

Der US-Hersteller Qualcomm profitiert vom Smartphone-Boom, mit seinen Prozessoren für die mobilen Geräte sowie mit Komponenten für den Datenturbo LTE steigerte er seinen Marktanteil auf 5,5 Prozent. Umsatz: 17,2 Milliarden Dollar.

Sonstige Anbieter

Mehrere andere Unternehmen machen mit Halbleitern zweistellige Milliardenumsätze: SK Hynix aus Südkorea, Toshiba aus Japan sowie Micron und Texas Instruments aus den USA.

Das im britischen Reading ansässige Unternehmen entwickelt Teile für das Energiemanagement in Handys und LED-Lampen und erzielt rund drei Viertel seines Umsatzes mit dem iPhone- und iPad-Hersteller Apple.

Im dritten Quartal rechnet Dialog mit einem Umsatz zwischen 240 und 265 Millionen Dollar und einer Bruttomarge auf dem Niveau des zweiten Quartals (43,2 Prozent). „Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass 2014 ein weiteres gutes Wachstumsjahr sein wird“, hieß es in der Pressemitteilung.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×