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24.04.2014

01:12 Uhr

Chip-Hersteller

Texas Instruments macht einen Gewinnsprung

Mit einer zweistelligen Gewinnsteigerung bei Chip-Hersteller Texas Instruments hatten Analysten nicht gerechnet. Die Computerbranche darf sich deshalb aber nicht die Hände reiben - TI verkauft seine Chips anderswo.

Der Chip-Spezialist Texas Instruments glänzt mit seinen Quartalszahlen. ap

Der Chip-Spezialist Texas Instruments glänzt mit seinen Quartalszahlen.

DallasDie Geschäfte des Chip-Spezialisten Texas Instruments (TI) ziehen weiter an. Im ersten Quartal verbesserte sich der Umsatz um 3 Prozent auf annähernd 3,0 Milliarden Dollar (2,2 Mrd Euro).

Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 35 Prozent auf unterm Strich 487 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch in Dallas mitteilte. Das war mehr als Analysten erwartet hatten. Die Aktie stieg nachbörslich um 3 Prozent.

Dabei zahlte sich vor allem die Konzentration auf Chips für Netzwerke sowie Steuerungstechnik in der Autoindustrie zuletzt aus. Das auch für seine Taschenrechner bekannte Unternehmen gilt als Branchenbarometer, weil es Chips für die verschiedensten Einsatzbereiche wie etwa auch für Haushaltsgeräte wie Fernseher und Waschmaschinen herstellt.

Die größten Chiphersteller

Ein Milliardenmarkt

Chips stecken in immer mehr Geräten – vom Auto bis zur Smartwatch. Deswegen wächst die Nachfrage. Nach Einschätzung der Marktforschungsfirma Gartner erreichte der weltweite Umsatz mit Halbleitern 2013 rund 315 Milliarden Dollar, ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dominator Intel

Intel ist und bleibt die Nummer 1. Der US-Konzern hielt 2013 nach Angaben von Gartner 15,4 Prozent Marktanteil. Der Umsatz sank allerdings um 1 Prozent auf 48,6 Milliarden Dollar, vor allem wegen des schrumpfenden PC-Marktes.

Samsung macht auch in Chips

Samsung ist für seine Smartphones und Fernseher bekannt, doch der südkoreanische Konzern ist auch der zweitgrößte Chiphersteller mit einem Marktanteil von 9,7 Prozent. In den letzten Jahren wuchs Samsung rasant, nicht zuletzt dank des steigenden Bedarfs an Speicherbausteinen (DRAM und NAND). Der Umsatz: 30,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 7 Prozent.

Qualcomm wächst dank Smartphones

Der US-Hersteller Qualcomm profitiert vom Smartphone-Boom, mit seinen Prozessoren für die mobilen Geräte sowie mit Komponenten für den Datenturbo LTE steigerte er seinen Marktanteil auf 5,5 Prozent. Umsatz: 17,2 Milliarden Dollar.

Sonstige Anbieter

Mehrere andere Unternehmen machen mit Halbleitern zweistellige Milliardenumsätze: SK Hynix aus Südkorea, Toshiba aus Japan sowie Micron und Texas Instruments aus den USA.

Die Chips sind aber auch in Medizinapparaten, Industrieanlagen oder Autos zu finden. Außerdem gehört TI zu den großen Herstellern von digitalen Signalprozessoren, die bei der Verarbeitung von Audio- und Videosignalen benötigt werden.

Dagegen hat sich das Unternehmen aus dem Geschäft mit Chips für Smartphones und Tablet-Computer zurückgezogen und dabei Stellen abgebaut.

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