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24.10.2013

13:59 Uhr

Chipanlagenbauer

Aixtron sammelt 100 Millionen Euro ein

Aixtron steht unter Druck: Die Nachfrage ist schwach, die jährlichen Kosten müssen noch reduziert werden. Jetzt ist zumindest frisches Kapital geflossen – das in die Zukunft des Unternehmens investiert werden soll.

Aixtron-Chef Martin Goetzeler: „Die Auftragslage ist noch verhalten, wir nutzen aber die Zeit, um das Unternehmen weiter an die aktuellen Marktgegebenheiten anzupassen." PR

Aixtron-Chef Martin Goetzeler: „Die Auftragslage ist noch verhalten, wir nutzen aber die Zeit, um das Unternehmen weiter an die aktuellen Marktgegebenheiten anzupassen."

DüsseldorfDer angeschlagene Chipanlagenbauer Aixtron hat frisches Kapital eingesammelt, um sich Spielraum für Zukäufe sowie Forschung und Entwicklung zu verschaffen. Rund 100 Millionen Euro flossen über eine Kapitalerhöhung in die Kassen, wie die Aachener Firma am Donnerstag mitteilte. Die im TecDax gehandelten Titel standen unter Druck und notierten mit 10,13 Euro rund zwei Prozent im Minus.

Wegen der schwachen Nachfrage nach Anlagen zur Herstellung von Leuchtdioden-Halbleitern steht Aixtron - wie US-Konkurrent Veeco - seit längerem unter Druck. Im dritten Quartal schaffte der Konzern nur dank Sondereffekten einen Betriebsgewinn (Ebit) von 2,9 Millionen Euro, wie das Management mitteilte. Ohne diese ergab sich ein operativer Verlust von 9,2 (Vorjahr: minus 78,3) Millionen Euro. Der Umsatz brach um 26 Prozent auf 46,2 Millionen Euro ein, der Auftragseingang stieg nur leicht auf 35,7 (34,5) Millionen Euro.

„Die Auftragslage ist noch verhalten, wir nutzen aber die Zeit, um das Unternehmen weiter an die aktuellen Marktgegebenheiten anzupassen", sagte Aixtron-Chef Martin Goetzeler. Aixtron sei auf einem guten Weg, die jährlichen Kosten um rund 20 Prozent zu reduzieren. Das Unternehmen hatte unter anderem angekündigt, in Deutschland mindestens jede fünfte der 550 Stellen zu streichen.

Die High-Tech-Themen 2013

20 Prozent

Ein Fünftel der IT- und Telekom-Unternehmen halten Business Process Management für ein wichtiges Thema in diesem Jahr.

22 Prozent

IT-Outsorcing ist aus Sicht von 22 Prozent der befragten Unternehmen mit am wichtigsten.

22 Prozent

Social Media bzw. Social Business ist für die Firmen ebenso wichtig wie das Thema IT-Outsourcing.

27 Prozent

Mehr als ein Viertel aller befragten IT- und Telekom-Unternehmen halten das Thema "Bring Your Own Device" für einen der wichtigsten Technologie- und Markttrends in diesem Jahr.

33 Prozent

In Zeiten von immer häufiger auftauchenden und groß angelegten Hacker-Angriffen wird auch das Thema IT-Sicherheit immer wichtiger.

37 Prozent

Das drittwichtigste Thema ist der Umfrage von Bitkom zufolge Big Data/Business Intelligence.

48 Prozent

Knapp die Hälfte der IT- und Telekom-Firmen sieht Mobile Anwendungen im Mittelpunkt.

59 Prozent

Das mit Abstand wichtigste Thema ist für die Branche alles rund um Cloud Computing.

Eine genaue Prognose wagt Aixtron weiterhin nicht. Das Management stellte lediglich in Aussicht, im vierten Quartal 2013 mehr umzusetzen als im dritten. Nach den Restrukturierungen sieht Goetzeler die Gewinnschwelle bei einem Umsatz von 250 Millionen Euro erreicht. 2012 hatte Aixtron 227 Millionen Euro erlöst und einen Nettoverlust von 145,4 Millionen Euro verbucht.

Leuchtdioden sind weltweit auf dem Vormarsch. Sie sind langlebig und energiesparend und kommen seit längerem in der Unterhaltungelektronik, Automobilindustrie und bei der industriellen Beleuchtung zum Einsatz. Nach dem Aus der Glühbirne erobern sie inzwischen auch die Wohnzimmer. China gilt als größter LED-Markt. Hier erhofft sich die Branche den Startschuss für die Massenproduktion.

Von

rtr

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