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28.01.2004

09:45 Uhr

Chipentwickler gekauft

Infineon greift in Taiwan zu

Der Halbleiterkonzern Infineon übernimmt erstmals die Mehrheit an einem asiatischen Halbleiter-Unternehmen. Der Preis für den taiwanesischen Chipentwickler ADMtek soll rund 80 Millionen Euro in bar betragen. Damit verstärken die Münchener ihren Bereich Festnetzkommunikation.

HB MÜNCHEN/TAIPEH. Der Kaufpreis enthalte rund 20 Mill. €, die an das Erreichen von Leistungs- und Entwicklungszielen in den kommenden zwei Jahren gebunden seien, teilte der Konzern am Mittwoch in München mit. „Mit dieser Akquisition verstärkt Infineon seine Aktivitäten im Segment Zugangsnetztechnologien des Geschäftsbereichs Drahtgebundene Kommunikation.“ Ziel sei, neue Kunden in den Bereichen ADSL-Breitbandanschlüsse und Voice over IP (VoIP) - dem Telefonieren über das Internet - zu gewinnen.

Abgeschlossen wird der Kauf des Unternehmens mit rund 175 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zuletzt 43,2 Mill. $ (rund 34,2 Mill. €) voraussichtlich im April. Analysten beurteilten die Transaktion positiv. Die Infineon-Aktie legte im frühen Handel um 1,5 % auf zwölf Euro zu und war größter Kursgewinner im Deutschen Aktienindex DAX, der zugleich rund 0,5 % verlor.

Infineon will am Sitz von ADMtek in Hsinchu eine neue Gesellschaft mit dem Namen Infineon-ADMtek gründen und sich über diese den Markt für so genannte Home-Gateway-Systeme, also Geräte für den Zugang der Endkunden, erschließen. „Nach neuesten Studien umfasst der Markt für Breitbandzugangslösungen mehr als 100 Mill. Nutzer“, erklärte der Konzern.

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