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21.01.2015

00:15 Uhr

Chiphersteller

AMD rutscht im vierten Quartal in die roten Zahlen

Der Chiphersteller AMD verpatzt das Weihnachtsquartal. Die Erlöse des amerikanischen Unternehmens sacken um 22 Prozent ab. Das starke Spielkonsolengeschäft konnte den schwachen PC-Markt nicht ausgleichen.

Ein ADM-Prozessor der Reihe Opteron 6000: Die Erlöse des amerikanischen Unternehmens sacken im viertel Quartal ab. Reuters

Ein ADM-Prozessor der Reihe Opteron 6000: Die Erlöse des amerikanischen Unternehmens sacken im viertel Quartal ab.

SunnyvaleDer Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) hat im Weihnachtsquartal nicht von dem starken Geschäft mit Spielekonsolen profitieren können. Obwohl wieder Millionen von Geräten mit AMD-Halbleitern verkauft wurden, brach der Umsatz im Jahresvergleich ein und es gab tiefrote Zahlen. Gründe seien ein weiterhin schwaches PC-Geschäft und ein heftiger Wettbewerb mit dem Konkurrenten Intel gewesen.

Die AMD-Erlöse sackten im Schlussquartal 2014 im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 1,24 Milliarden Dollar ab. Es sammelte sich ein massiver Verlust von 364 Millionen Dollar an, wie der Chipkonzern am Dienstag mitteilte. Vor einem Jahr hatte AMD noch 89 Millionen Dollar verdient. Die Aktie notierte nachbörslich leicht im Minus. Für das erste Quartal 2015 rechnet AMD mit einem Umsatzrückgang um etwa 15 Prozent verglichen mit dem Vorquartal.

Die größten Chiphersteller

Ein Milliardenmarkt

Chips stecken in immer mehr Geräten – vom Auto bis zur Smartwatch. Deswegen wächst die Nachfrage. Nach Einschätzung der Marktforschungsfirma Gartner erreichte der weltweite Umsatz mit Halbleitern 2013 rund 315 Milliarden Dollar, ein Plus von 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dominator Intel

Intel ist und bleibt die Nummer 1. Der US-Konzern hielt 2013 nach Angaben von Gartner 15,4 Prozent Marktanteil. Der Umsatz sank allerdings um 1 Prozent auf 48,6 Milliarden Dollar, vor allem wegen des schrumpfenden PC-Marktes.

Samsung macht auch in Chips

Samsung ist für seine Smartphones und Fernseher bekannt, doch der südkoreanische Konzern ist auch der zweitgrößte Chiphersteller mit einem Marktanteil von 9,7 Prozent. In den letzten Jahren wuchs Samsung rasant, nicht zuletzt dank des steigenden Bedarfs an Speicherbausteinen (DRAM und NAND). Der Umsatz: 30,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 7 Prozent.

Qualcomm wächst dank Smartphones

Der US-Hersteller Qualcomm profitiert vom Smartphone-Boom, mit seinen Prozessoren für die mobilen Geräte sowie mit Komponenten für den Datenturbo LTE steigerte er seinen Marktanteil auf 5,5 Prozent. Umsatz: 17,2 Milliarden Dollar.

Sonstige Anbieter

Mehrere andere Unternehmen machen mit Halbleitern zweistellige Milliardenumsätze: SK Hynix aus Südkorea, Toshiba aus Japan sowie Micron und Texas Instruments aus den USA.

Der Konzern hatte in der Vergangenheit die Schwäche im PC-Markt mit dem Spielekonsolen-Geschäft ausgleichen können, das zu Weihnachten traditionell boomt. Zuletzt mussten unter der neuen Chefin Lisa Su mehrere Top-Manager gehen.

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