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29.01.2010

07:51 Uhr

Chiphersteller

Infineon erwartet mehr vom Jahr

Optimismus beim Chiphersteller Infineon. Das Unternehmen hat seine Prognose fürs laufende Jahr erhöht. Grund: Ein starkes erstes Quartal. Und Infineon könnte zu einem der großen Nutznießer von Apples iPad werden.

Die Zentrale des Chipherstellers Infineon. ap

Die Zentrale des Chipherstellers Infineon.

HB MÜNCHEN. Der Chiphersteller Infineon hat nach einem unerwartet starken Umsatz- und Ergebnisplus im ersten Quartal seine Prognose für das Geschäftsjahr (Ende September) nach oben geschraubt. "Trotz der unsicheren weltwirtschaftlichen Entwicklung in der zweiten Hälfte dieses Geschäftsjahrs erhöhen wir unsere Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2010. Wir erwarten nun ein Umsatzwachstum von mehr als 20 Prozent und eine Segmentergebnis-Marge im hohen einstelligen Bereich", sagte Vorstandschef Peter Bauer am Freitag in München. Bisher war der Konzern von einem Umsatzwachstum von zehn Prozent oder mehr und einer Segmentergebnis-Marge im mittleren einstelligen Bereich ausgegangen.

In der Zeit zwischen Oktober und Dezember stieg der Umsatz von 855 Mio. Euro im Vorquartal auf 941 Mio. Euro und damit etwas stärker als von Analysten erwartet. Das für Infineon wichtige Segmentergebnis, in dem sich die betriebliche Entwicklung widerspiegeln soll, kletterte von 52 auf 88 Mio. Euro. Unterm dem Strich stand ein Gewinn von 66 Mio. Euro nach 14 Mio. im Quartal zuvor. Bei Halbleiter-Konzernen ist der Vergleich zum Vorquartal wegen der stark schwankenden Preise üblich.

Der Konzern hatte seinen Ausblick für das Gesamtjahr vom Verkauf seiner französischen Fertigungsstätte abhängig gemacht. Die hatte Infineon bislang vergeblich versucht loszuschlagen. Schon im dritten Geschäftsquartal hatte die Neueinordnung des Gemeinschaftsunternehmens in den Konzern die Abschreibungen nach oben getrieben. Sollte der Verkauf misslingen, hatte sich der Konzern im schlimmsten Fall auf „einmalige Sondereffekte“ eingestellt, die außerhalb des Segmentergebnisses ausgewiesen würden.

Die Zahlen von Infineon Technologies sind am Freitag auf einhellig positives Echo bei Händlern gestoßen. „Infineon toppt die Erwartungen, das ist fast zu schön um wahr zu sein“, lautete der euphorische Kommentar eines Marktteilnehmers. Zudem habe der Halbleiterhersteller seine Prognosen angehoben, was die Börsianer ebenfalls positiv bewerteten.

Infineon-Papiere sind bereits am Vortag zeitweise mit plus 5,45 Prozent auf 4,024 Euro an die Dax-Spitze geklettert. Ein Börsianer wertet die Vorstellung des neuartigen Tablet-Computer von Apple positiv. Die attraktiven Preise für den „iPad“ und auch für die Datenübertragung durch AT&T stellten gute Nachrichten für die Zulieferer dar. Infineon wird von Börsianern als Zulieferer eingestuft, offizielle Aussagen gibt es nicht. Analyst Thomas Becker von der Commerzbank rechnet damit, dass Infineon pro einer Million verkaufter iPads mit 3G-Mobilfunkausstattung 13 Millionen Euro Umsatz generieren kann.

Kommentare (1)

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Bernd Krah

29.01.2010, 21:48 Uhr

Das abgebildete bild war einmal vor vielen Jahren die
infineon Zentrale. Mittlerweile liegt diese woanders
und schaut etwas anders aus......

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