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16.03.2014

16:45 Uhr

Chiphersteller

Infineon stellt weitere Aktienrückkäufe in Aussicht

ExklusivWohin mit dem Geld? Die Frage muss sich Reinhard Ploss, Chef von Infineon, stellen. Sein Unternehmen sitzt auf zwei Milliarden Euro an Cash. Nach Handelsblatt-Informationen könnte das Geld in Aktienrückkäufe fließen.

Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender des Chipherstellers Infineon, will Geld eventuell in Aktienrückkäufe stecken. dpa

Reinhard Ploss, Vorstandsvorsitzender des Chipherstellers Infineon, will Geld eventuell in Aktienrückkäufe stecken.

MünchenAngesichts der hohen Barmittel im Unternehmen prüft der Chipkonzern Infineon eine Ausweitung der Aktienrückkäufe. „Wenn uns auch in Zukunft keine geeignete Transaktion gelingt, werden wir unsere Programme zum Aktienrückkauf weiter ausbauen“, sagte Vorstandschef Reinhard Ploss dem Handelsblatt (Montagausgabe). Die Münchener sitzen auf zwei Milliarden Euro an Cash. Geld, das Vorstandschef Reinhard Ploss für schlechte Zeiten hortet, aber auch für Übernahmen reserviert hat. Doch mit Akquisitionen tut sich Deutschlands führender Halbleiterhersteller schwer, der Konzern hat schon lange kein Unternehmen mehr gekauft.

Infineon hat bereits im Herbst angekündigt, 300 Millionen Euro bis Herbst 2015 dafür lockerzumachen. Bald könnte die ehemalige Siemens-Sparte nun sogar noch mehr Papiere zurück kaufen. Das würde seinen Handlungsspielraum kaum einschränken, meint Ploss: „Für eine spätere Akquisition müssten wir uns dann Geld am Markt besorgen, was durchaus machbar ist.“

Eins will Ploss aber unbedingt vermeiden: „Dass wir am Tiefpunkt eines Branchenzyklus auf Kosten der Zukunft sparen müssen, deshalb brauchen wir eine Minimum-Cashposition.“ Die gesamten Barmittel wird der Konzern also sicher nicht einsetzen, um Aktien einzusammeln.

Das Umfeld für den Chiphersteller bewertet Ploss derzeit positiv. „Wir sehen sowohl in unserem Automobil- als auch im Industriegeschäft eine gesunde Nachfrage“, betonte Ploss. Die Autosparte ist der wichtigste Umsatz- und Gewinnbringer im Konzern. Ploss: „Die Fahrzeugverkäufe in den USA und China bleiben auf hohem Niveau, und Europa hat die Talsohle durchschritten.“ Auch das Industriegeschäft habe die Flaute hinter sich gelassen und es gebe Wachstumssignale.

Von

jojo

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