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27.01.2017

07:56 Uhr

Chiphersteller

Intel überwindet Schwäche im PC-Markt

Nach wie vor profitiert Intel vom schnell wachsenden Datenverkehr. Die Sparte für Rechenzentren wuchs im abgelaufenen um acht Prozent Aber auch das schwächelnde PC-Geschäft verzeichnet wieder Zuwächse..

Bei dem Chip-Riesen haben Zuwächse im lange schwächelnden PC-Geschäft für einen versöhnlichen Jahresausklang gesorgt. Reuters, Sascha Rheker

Intel

Bei dem Chip-Riesen haben Zuwächse im lange schwächelnden PC-Geschäft für einen versöhnlichen Jahresausklang gesorgt.

Santa ClaraDer weltgrößte Chiphersteller Intel hat im vergangenen Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Dank eines sich stabilisierenden PC-Marktes und Zuwächsen im Geschäft mit Datenzentren lagen Umsatz und Gewinn über den Markterwartungen. Die Intel-Aktie notierte am Donnerstag im nachbörslichen Handel wenig verändert, nachdem sie zunächst zwei Prozent zugelegt hatte.

Intel hatte den Trend zu Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets verschlafen. Nach einer strategischen Neuausrichtung konzentriert sich der Technologieriese aus dem kalifornischen Santa Clara nun unter anderem auf Chips für Rechenzentren und die Automobilindustrie. Außerdem bietet er Softwaredienste via Internet (Cloud).

Im abgelaufenen Vierteljahr steigerte Intel den Umsatz um knapp zehn Prozent auf 16,37 Milliarden Dollar und damit stärker als von Experten vorausgesagt. Im angestammten PC-Geschäft lag das Plus bei 4,3 Prozent auf 9,13 Milliarden Dollar. Im Bereich Datenzentren betrug die Rate 8,4 Prozent auf 4,67 Milliarden. Analyst Kevin Cassidy vom Wertpapierhändler Stifel Nicolaus erwartet weitere Wachstumsimpulse, wenn Firmenkunden ihre Datenzentren aufrüsten.

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Für das Gesamtjahr sagte das Intel-Management einen Konzernumsatz auf Vorjahresniveau voraus, was Cassidy als sehr vorsichtige Prognose wertete. Der Quartalsgewinn ging zwar um 1,4 Prozent zurück auf 3,56 Milliarden Dollar. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag aber klar über den Analystenschätzungen.

Der Aufschwung in der Halbleiter-Industrie fasst rund um den Globus immer stärker Fuß. Der südkoreanische Konzern SK Hynix, sein US-Rivale Qualcomm und Europas Branchendritter STMicroelectronics konnten ihren Umsatz im vierten Quartal kräftig steigern. Dahinter stehen insbesondere anziehende Preise für Speicherchips, weil die Produzenten von Smartphones und Datenservern nach immer leistungsfähigeren Halbleitern verlangen.

Erst kürzlich hatten die Marktforscher vom US-Beratungsunternehmen Gartner vorhergesagt, dass die Halbleiter-Branche in diesem Jahr erstmals seit langem wieder kräftig zulegen wird. Die weltweiten Umsätze sollen auf gut 364 Milliarden Dollar wachsen – das wären 7,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor und deutlich mehr als das 1,5-prozentige Plus, das der Halbleitermarkt 2016 verbuchte. 2015 war das Geschäft mit Mikrochips noch geschrumpft.

Von

rtr

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