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20.04.2011

04:56 Uhr

Chiphersteller

Intel verzückt Technologiebranche mit Umsatzsprung

Intel übertrifft alle Erwartungen: Umsatzplus von 25 Prozent bei einem Umsatz von 12,8 Milliarden Dollar. Intel-Aktien steigen nachbörslich um 3,5 Prozent. Das Unternehmen rechnet mit keinen Engpässen durch Japan-Beben.

Intel profitiert vom Boom mobiler Dienste. Quelle: dapd

Intel profitiert vom Boom mobiler Dienste.

San FranciscoDer Chipgigant Intel euphorisiert mit starken Absatzzahlen die Technologiebranche. Im ersten Quartal verzeichnete der US-Konzern einen Umsatzsprung von 25 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar.

Wegen der Probleme mit den „Sandy Bridge“-Prozessoren hatten Experten mit diesem Satz nicht gerechnet. Damit wischte Intel Bedenken weg, das Geschäft des weltgrößten Chipherstellers könnte unter dem abflauenden Wachstum auf dem PC-Markt leiden. Der stetig steigende Absatz der beliebten Tablet-PCs wie dem iPad von Apple und mögliche Engpässe durch das Japan-Beben konnten Intel offenbar nichts anhaben.

Der Gewinn stieg im ersten Quartal um 29 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar. Die Aktie legte nach Bekanntgabe der Zahlen am Dienstag nachbörslich um 3,5 Prozent zu. Im abgelaufenen Jahr bilanzierte Intel erstmals seine großen Zukäufe des vergangenen Jahres. Im August hatte der Konzern für knapp acht Milliarden Dollar den Anti-Viren-Spezialisten McAfee erworben. Zudem leibte sich Intel die Mobilfunksparte des Halbleiterkonzerns Infineon für 1,4 Milliarden Dollar ein.

Fürs laufende Quartal rechnen die Amerikaner mit Erlösen von rund 12,8 Milliarden Dollar. Es seien Abweichungen von 500 Millionen Dollar möglich, hieß es. Analysten zeigten sich in ersten Reaktionen beeindruckt. „Das sind umwerfende Zahlen“, sagte Kevin Cassidy von Stifel Nicolaus. „Für sie war jede Region der Welt von Quartal zu Quartal besser.“ Besonders das Abschneiden bei den PCs sei überraschend.

Intel-Finanzchef Stacy Smith rechnet nicht damit, dass sich Engpässe nach dem Japan-Beben auf das Geschäft auswirken. „Wir sehen nicht, dass unsere Fähigkeit eingeschränkt ist, die Nachfrage zu bedienen“, sagte Smith. Intel besitzt keine Werke in Japan. Laut Smith kann es jedoch zu Versand-Schwierigkeiten kommen.

Analysten sind nach den Intel- und IBM-Zahlen vom Dienstagabend optimistisch für den weiteren Verlauf der Berichtssaison. Diese Unternehmen hätten über den Erwartungen abgeschnitten, sagte Tim Ghriskey von Solaris Asset Management. Der Markt werde dies begrüßen.

Der Tokioter Börse halfen die Intel-Zahlen am Mittwoch zu Handelsbeginn ins Plus. Noch stehen die Geschäftszahlen von Schwergewichten wie Apple, die am Mittwoch nach Börsenschluss kommen, sowie Cisco und Hewlett-Packard aus.

Von

rtr

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