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25.07.2011

23:38 Uhr

Chiphersteller

Texas Instruments sieht moderates Wachstum

Texas Instruments gilt als Barometer für die Elektrobranche. Im laufenden Quartal erwartet der US-Chiphersteller ein moderates Wachstum. Vor allem aus Japan kamen wieder mehr Bestellungen aber auch Querschläge.

Texas Instruments in Dallas, Texas Quelle: ap

Texas Instruments in Dallas, Texas

Der US-Chiphersteller Texas Instruments (TI) prognostiziert wegen der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung für das laufende Quartal lediglich einem moderaten Wachstum. Der Infineon-Rivale teilte am Montag nach Börsenschluss mit, mit einem Umsatz zwischen 3,4 und 3,7 Milliarden Dollar zu planen. Am Markt waren im Durchschnitt 3,6 Milliarden Dollar erwartet worden. Die TI-Aktie verlor nachbörslich ein Prozent.

Im zweiten Quartal verdiente TI, deren Chips in Produkten wie Handys eingebaut werden, 672 Millionen Dollar oder 56 Cent je Aktie nach 769 Millionen oder 62 Cent im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz fiel auf 3,46 Milliarden Dollar von knapp 3,5 Milliarden und lag damit leicht über den Erwartungen von Analysten.

Texas Instruments hat die Auswirkungen des Erdbebens in Japan deutlich zu spüren bekommen. Zwei Fabriken des US-Chipherstellers wurden bei der Katastrophe im März in Mitleidenschaft gezogen. Das Unternehmen bezifferte die Kosten, die nicht durch Versicherungen aufgefangen wurden, am Montag auf rund 50 Millionen Dollar (35 Mio Euro). Nach Angaben von Konzernchef Rich Templeton läuft die Produktion mittlerweile aber wieder. Der Umsatz im zweiten Quartal ging angesichts der Ausfälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1 Prozent zurück. Der Gewinn bröckelte um 13 Prozent auf unterm Strich 672 Millionen Dollar. Nun soll es aber wieder aufwärts gehen. „Wir erwarten Wachstum im dritten Quartal“, sagte Templeton. Das hörten die Börsianer gerne. Die Aktie stieg nachbörslich um mehr als 1 Prozent.

Texas Instruments ist führend bei analogen und integrierten Prozessoren für einfache Rechenaufgaben. Die Chips kommen von der Waschmaschine über Handys und Fernseher bis hin zu Industrieanlagen zum Einsatz. Daher gilt Texas Instruments als Barometer für die gesamte Elektrobranche. Vor allem die Japaner orderten wieder mehr Chips, stellte der Konzern fest. Dagegen scheine die Produktion so manches anderen Computer- und Konsumelektronik-Herstellers eher „lauwarm“ zu laufen.

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