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02.05.2013

16:33 Uhr

Chipkonzern

Intel findet neuen Chef in den eigenen Reihen

Seit Monaten war bekannt, dass Noch-Intel-Chef Paul Otellini den Konzern verlassen wird. Seit Donnerstag steht sein Nachfolger fest. Der Neue soll nicht weniger als den Übergang in eine neue Ära schaffen.

Brian Krzanich: Auf der Hauptversammlung soll er zum neuen Intel-Chef gewählt werden. ap

Brian Krzanich: Auf der Hauptversammlung soll er zum neuen Intel-Chef gewählt werden.

Santa ClaraNach acht Jahren bekommt der weltgrößte Chipkonzern Intel einen neuen Vorstandschef: Der bislang als COO (Chief Operating Officer) fürs Tagesgeschäft zuständige Brian Krzanich löst zur Hauptversammlung am 16. Mai Paul Otellini auf dem Spitzenposten des CEO (Chief Executive Officer) ab. Damit hat der zuständige Verwaltungsrat einen Kandidaten ausgewählt, der seit 31 Jahren im Unternehmen ist.

Der 52-jährige Krzanich erklärte am Donnerstag am Firmensitz im kalifornischen Santa Clara, er werde Intel „in die nächste Ära führen“. Der Konzern bekommt momentan schmerzlich den Umschwung vom PC hin zu Smartphones und Tablet-Computern zu spüren. Während Intel-Prozessoren vier von fünf PCs antreiben, stecken in den mobilen Geräten zumeist stromsparende Chips auf Basis der Technologie des britischen Entwicklers ARM.

Die größten Tablet-Hersteller

Apple

Mit dem iPad hat Apple den totgeglaubten Tablet-Markt wiederbelebt, und immer noch ist der iKonzern der größte Anbieter, angesichts wachsender Konkurrenz verliert er allerdings Marktanteile. Im ersten Quartal stammte ein Drittel der Geräte von Apple (32,5 Prozent Marktanteil nach 40,2 Prozent im Vorjahr). Dabei entwickelte sich der Konzern schlechter als der Markt, der Absatz fiel von 19,5 Millionen auf 16,4 Millionen Stück – insgesamt stieg der Absatz dagegen leicht auf 50,4 Millionen Stück, wie aus Zahlen des Marktforschers IDC hervorgeht.

Samsung

Samsung ist bereits der größte Smartphone-Hersteller, auch bei den Tablets holt der südkoreanische Hersteller mächtig auf. Im ersten Quartal verkaufte er 11,2 Millionen Geräte und steigerte damit den Marktanteil auf 22,3 Prozent (Vorjahresquartal: 17,5 Prozent).

Asus

Einen leichten Rückgang verbuchte Asus. Der taiwanische Computerhersteller, der unter anderem für Google das Nexus 7 baut, verkaufte 2,5 Millionen Tablets – 5,0 Prozent Marktanteil (Vorjahr: 5,4 Prozent).

Amazon

Der Online-Händler Amazon drückt sein Kindle Fire zu Kampfpreisen in den Markt, allerdings mit durchwachsenem Erfolg. Das Unternehmen verkaufte im ersten Quartal eine Million Geräte und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor. Der Marktanteil sank auf 1 Prozent.

Sonstige

Diverse Hersteller tummeln sich in der Kategorie Sonstiges – zusammen kommen sie auf 17,2 Millionen Geräte und einen Marktanteil von 34,2 Prozent. Darunter ist beispielsweise Microsoft: Der Konzern vermarktet seinen Tablet-Computer Surface als Notebook-Ersatz.

Lenovo

Aufsteiger des Jahres in Lenovo: Der größte PC-Hersteller der Welt verkaufte im ersten Quartal auch 2,1 Millionen Tablets, ein plus von 1,5 Millionen. Marktanteil: 2,1 Prozent.

Dass Otellini aufhören wird, war seit November vergangenen Jahres bekannt. Für Intel ist ein solcher Wechsel ein großes Ereignis. In der Firmengeschichte ist Krzanich erst der sechste Konzernchef. „Ich fühle mich geehrt, dass ich die Möglichkeit bekomme, Intel zu lenken“, sagte Krzanich. Die Anleger waren weniger begeistert: Vorbörslich fiel der Kurs um 1 Prozent.

Von

dpa

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