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21.07.2015

06:55 Uhr

Chipkonzern unter Druck

Tausende Jobs bei Qualcomm bedroht

Der US-Chipkonzern Qualcomm plant laut Medienberichten den Abbau Tausender Stellen. Dem Konzern macht der Verlust des Großkunden Samsung zu schaffen, der künftig verstärkt auf Chips aus der eigenen Produktion setzt.

Der Chiphersteller plant einen massiven Stellenabbau. Reuters

Qualcomm unter Druck

Der Chiphersteller plant einen massiven Stellenabbau.

San FranciscoUnter dem Druck wachsender Konkurrenz aus Asien plant der US-Chipkonzern Qualcomm den Abbau Tausender Stellen. Mehr als zehn Prozent der 30.000 Mitarbeiter könnten ihren Job verlieren, berichtete die Internetseite „The Information“ am Montag unter Berufung auf Insider.

Zudem könnten mehr Arbeitsplätze aus dem Bereich Forschung und Entwicklung in Billiglohnländer wie Indien verlagert werden. Der Stellenabbau werde voraussichtlich bei der Vorlage der Quartalszahlen am Mittwoch bekanntgegeben.

Dem „Wall Street Journal“ zufolge könnte der Konzern aus dem kalifornischen San Diego dann auch der Forderung eines Hedgefonds nach einer Abspaltung der Chip-Sparte vom profitableren Lizenz-Geschäft nachgeben. Es werde erwartet, dass Qualcomm seine Strategie auf den Prüfstand stelle und dabei auch über eine Aufspaltung als eine von mehreren Optionen nachdenke, berichtete das Blatt ebenfalls unter Berufung auf Insider.

Allerdings seien die Pläne noch nicht konkret. Das Unternehmen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Qualcomm hatte zuletzt einen Gewinneinbruch erlitten. Dem Konzern macht der Verlust des Großkunden Samsung zu schaffen, der künftig für sein Top-Smartphones Galaxy S6 auf Chips aus der eigenen Produktion setzt. Daneben setzen dem Konzern bei Chips für Billig-Handys Konkurrenten aus Taiwan und China zu.

Im Zuge dessen geriet das Management unter den Druck des Hedgefonds und Aktionärs Jana Partners. Dieser verlangt neben der Abspaltung der Chipsparte, die Kosten zu senken und einen Aktien-Rückkauf zur Kurspflege einzuleiten. Zudem ist der Konzern nach einer Rekord-Kartellstrafe in China auch in Europa ins Visier der Wettbewerbshüter geraten.

 

 

Von

rtr

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