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02.04.2014

09:13 Uhr

Chips für Bildschirme

Apple kauft sich bei japanischem Zulieferer ein

Apple plant offenbar die Übernahme des Unternehmens, das Chips für iPhone-Bildschirme entwickelt. So will der IT-Konzern mehr Kontrolle über die gesamte Produktion gewinnen. Kostenpunkt: etwa eine halbe Milliarde Dollar.

Apple will sich einem japanischen Zeitungsbericht nach mit 55 Prozent beim Chipentwickler Renesas SP Drivers einkaufen. Reuters, Sascha Rheker

Apple will sich einem japanischen Zeitungsbericht nach mit 55 Prozent beim Chipentwickler Renesas SP Drivers einkaufen.

BangaloreApple will sich einer Zeitung zufolge für 483 Millionen Dollar bei einem japanischen Entwickler einkaufen, welcher Chips für die Bildschirme des iPhones entwirft. Der US-Konzern führe Gespräche über den Kauf des 55-prozentigen Anteils von Renesas Electronics am Gemeinschaftsunternehmen Renesas SP Drivers, berichtete die japanische Zeitung „Nikkei“ am Mittwoch ohne Angabe von Quellen.

Angesichts der zunehmenden Bedeutung der Bildqualität bei Handys wolle Apple offenbar die Entwicklung der zugehörigen Komponenten stärker in den Gesamtablauf einbinden, hieß es.

Der globale Smartphone-Markt

Gesamtmarkt

Der Smartphone-Markt wuchs 2013 rasant: Die Hersteller setzten laut dem Marktforscher Gartner 968 Millionen Geräte ab, ein Plus von 42,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verkauften die Unternehmen 1,8 Milliarden Mobiltelefone, also erstmals mehr Smartphones als einfache Handys.

Samsung

Nach Stückzahlen ist inzwischen Samsung die unangefochtene Nummer eins unter den Smartphone-Herstellern. Die Südkoreaner verkauften im vergangenen Jahr nach Schätzungen der Marktforschungsfirma Gartner 300 Millionen Computer-Handys. Damit kam fast jedes dritte weltweit verkaufte Smartphone von Samsung, wobei der Marktanteil leicht sank. Insgesamt setzte der Konzern 444 Millionen Handys ab.

Apple

Apple war 2013 mit knapp 151 Millionen verkauften iPhones die Nummer zwei im Smartphone-Markt, der Marktanteil rutschte jedoch auf 15,6 Prozent ab.

LG

Fast gleichauf mit Huawei war LG Electronics. Der südkoreanische Hersteller verkaufte rund 46 Millionen Smartphones und verdoppelte fast damit den Absatz, der Markanteil liegt nun bei 4,8 Prozent. Einschließlich einfacher Mobiltelefone verkaufte LG 69 Millionen Geräte (3,8 Prozent Marktanteil).

Lenovo

Lenovo ist bislang vom chinesischen Heimatmarkt abhängig. Der Konzern verkaufte 2013 knapp 44 Millionen Smartphones (4,5 Prozent Marktanteil). Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern aber den Absatz künftig deutlich steigern.

ZTE

ZTE verkaufte im zweiten Quartal 10,1 Millionen Smartphones, ein deutliches Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil liegt bei 4,2 Prozent. Insgesamt setzte der chinesische Hersteller 15,3 Millionen Handys ab.

Nokia

Nokia war 2013 mit 250 Millionen Geräten und 13,9 Prozent Marktanteil immer noch der zweitgrößte Handyhersteller, verlor aber weiter an Boden. Im lukrativen Smartphone-Markt läuft das Unternehmen unter „ferner liefen“. Die Gerätesparte übernimmt Microsoft.

Sonstige

Viele Unternehmen mit klangvollen Namen haben derzeit weniger als 4 Prozent Marktanteil, darunter Sony, HTC und Blackberry.

Sollte das Geschäft zustande kommen, wolle Sharp ebenfalls einen 25-Prozent-Anteil an die Amerikaner verkaufen. An Renesas SP ist auch Powerchip aus Taiwan beteiligt.

Von

rtr

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