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18.08.2016

01:26 Uhr

Cisco

Das Router-Geschäft bricht ein

Cisco hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen. Doch der US-Netzwerkausrüster hat schlechte Nachrichten für viele Mitarbeiter. Im Detail zeigt sich, wohin sich das Unternehmen künftig orientieren wird.

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San Jose/San FranciscoDer US-Netzwerkriese Cisco streicht 5500 Stellen. Der etwa sieben Prozent der Belegschaft entsprechende Personalabbau werde im laufenden Geschäftsjahr einen Sonderaufwand von bis zu 700 Millionen Dollar vor Steuern für Kündigungs- und Abfindungskosten verursachen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Kündigungswelle fällt allerdings geringer als erwartet aus - der IT-Fachdienst CRN hatte zuvor unter Berufung auf Insider von bis zu 14.000 bedrohten Arbeitsplätzen berichtet.

Der Grund für den Schritt ist eine geringere Nachfrage nach den Hauptverkaufsprodukten des Konzerns. Der Einschnitt ist eine jüngste Auswirkung neuer Innovationen, die einige der größten und ältesten IT-Firmen der Welt zum Umdenken gezwungen haben, um weiterhin Wachstum zu erzeugen. Im Falle von Cisco vertrauen gewerbliche Kunden mittlerweile mehr auf ausgelagerte Datenzentren als auf Online-Netzwerke auf ihren eigenen Anlagen.

Cisco Systems: Netzwerkspezialist streicht 14.000 Stellen

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Cisco Systems will sich laut einem Medienbericht neu ausrichten und dabei massiv Stellen abbauen. Fast 20 Prozent der Arbeitsplätze bei dem Netzwerkausrüster könnten demnach wegfallen.

Zugleich meldete der Hersteller von Routern, Servern und anderen Netzwerkgeräten nach US-Börsenschluss seine Zahlen für das vierte Geschäftsquartal bis Ende Juli. Der Umsatz sei um 1,6 Prozent auf 12,6 Milliarden Dollar zurückgegangen, teilte Cisco mit.

Im traditionellen Geschäft mit Routern habe das Minus sogar sechs Prozent getragen. Dagegen stieg der Umsatz in der Sparte für Sicherheitslösungen um 16 Prozent. Hier soll künftig einer der Schwerpunkte liegen.

Trotzdem übertraf Cisco die Erwartungen der Analysten. Den Überschuss konnte Cisco von 2,3 auf 2,8 Milliarden steigern. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr stagnierte der Umsatz bei 49,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte von 9,0 auf 10,7 Milliarden Dollar zu.

Cisco-Chef schiebt das traditionelle Geschäft in den Hintergrund

Cisco-Chef Chuck Robbins ist seit gut einem Jahr im Amt. Er baut das Unternehmen aus Kalifornien seitdem um - auch mit zahlreichen, meist kleinen Übernahmen. Künftig soll auch der Software-Bereich eine größere Rolle spielen. Das traditionelle Geschäft tritt dagegen in den Hintergrund. Dieses steht unter Druck, weil Telekom-Konzerne weniger für Netzwerktechnik wie Schalter oder Router ausgeben. Außerdem ist der Wettbewerb mit Firmen wie Huawei und Juniper Networks sehr hart.

Cisco hat bereits in neue Produkte wie Analyse-Software und cloud-basierte Lösungen für Rechenzentren investiert. Das Unternehmen beschäftigte zuletzt mehr als 70.000 Mitarbeiter. Die Einsparungen aus dem Stellenabbau sollen in die stark wachsenden Bereiche fließen.

Auch bei anderen Technologiekonzernen, die durch den rasanten Wandel in der Branche in die Defensive geraten sind, stehen die Zeichen auf Sparen. Bei Microsoft sollen insgesamt 4700 Stellen - vier Prozent der Belegschaft - wegfallen. Bei HP Inc, dem aus dem traditionellen Drucker- und PC-Hersteller Hewlett-Packard hervorgegangenen Hardware-Produzenten, sollen bis Jahresende 3000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen.

Im außerbörslichen US-Handel gaben Cisco-Aktien 1,4 Prozent nach. Das Unternehmen rechnet im laufenden Quartal mit stabilen Erlösen. Die Gewinnprognose blieb allerdings hinter den Analystenerwartungen zurück.

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