Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.02.2015

18:51 Uhr

Cloud Computing

IBM setzt sich ehrgeiziges Wachstumsziel

Der US-Technologiekonzern IBM setzt sich ein ehrgeiziges Wachstumsziel im Cloud Computing. In drei Jahren soll der Bereich jährlich einen Umsatz von 40 Milliarden Dollar bringen – ein Anstieg um 60 Prozent.

IBM machte sich in der Vergangenheit mit PCs und Großrechnern einen Namen. dapd

Mit PCs und Großrechnern an die Spitze

IBM machte sich in der Vergangenheit mit PCs und Großrechnern einen Namen.

New YorkIBM treibt den Konzernumbau Richtung Cloud-Computing kräftig voran. Ab 2018 sollen die Datenverarbeitung im Internet sowie andere Bereiche abseits des klassischen Geschäfts des US-Technologiekonzerns wie etwa die Erfassung und Verwertung riesiger Datenmengen (Big Data) oder Sicherheitssoftware jährlich einen Umsatz von 40 Milliarden Dollar bringen. Es wäre ein Anstieg im Vergleich zum vergangenen Jahr um 60 Prozent. Diese Zielmarke gab das Unternehmen, das sich einst mit PCs und Großrechnern einen Namen machte, am Donnerstag auf einem Investorentreffen in New York aus.

2014 erzielte diese von IBM als „strategische Imperative“ beschriebenen Bereiche gemeinsam 25 Milliarden Dollar Umsatz, was 27 Prozent der Gesamterlöse entsprach. 40 Milliarden Dollar würden etwa 44 Prozent der Erlöse von 90 Milliarden Dollar ausmachen, die Analysten 2018 erwarten.

Das ABC des Cloud-Computing

Software as a Service (SaaS)

Bei diesem Konzept laufen Anwendungen – etwa für Textverarbeitung oder Kundenverwaltung –nicht auf dem eigenen Rechner, sondern auf den Servern des Dienstleisters. Aufgerufen werden sie übers Internet. Meist ist nicht mehr als ein Browser nötig. Bezahlt wird in der Regel per Abo. Daher ist auch von Miet-Software die Rede.

 

Infrastructure as a Service (IaaS)

Unternehmen können auch Rechenleistung oder Speicherplatz über die Cloud beziehen – in diesem Fall ist von Infrastructure as a Service die Rede. Gerade Startups können auf diese Weise schnell und unkompliziert ihre Website aufbauen und bei Bedarf die Kapazitäten auf Knopfdruck vergrößern.

Platform as a Service (Paas)

IT-Entwickler können auch eine virtuelle Computer-Plattform über die Cloud nutzen. Das erleichtert die Programmierung, weil sie selbst keine spezielle Hardware aufstellen müssen.

Public Cloud

Wenn Unternehmen ihre Cloud-Dienste öffentlich zugänglich anbieten, ist von der Public Cloud die Rede. Dabei handelt es sich oft um standardisierte und somit günstige Services. Der Zugriff erfolgt übers Internet.

Private Cloud

Wie bei Public-Cloud-Lösungen liegen die Daten oder Anwendungen auf Servern – diese betreibt das Unternehmen jedoch selbst. Der Zugang ist bei der Private Cloud auf die eigenen Mitarbeiter sowie autorisierte Geschäftspartner und Kunden beschränkt. Weil der Betreiber mehr Kontrolle hat, eignet sich diese Lösung für sensible Daten. Vor allem große  Unternehmen und öffentliche Einrichtungen setzen darauf.

 

Hybrid Cloud

Eine Mischung aus Public und Private Cloud – das Unternehmen setzt also beide Elemente ein.

IBM-Chefin Virginia Rometty hat sich den Wandel vom weniger lukrativen Hardware-Geschäft zu zukunftsträchtigeren Bereichen auf die Fahnen geschrieben. Dafür hat sich IBM in den vergangenen drei Jahren von einigen unprofitablen Sparten getrennt, wie Halbleiter und Registrierkassen. Der Umsatz sank in den vergangenen elf Quartalen, der Gewinn wuchs sporadisch.

Langfristig will IBM seinen Umsatz im „niedrigen einstelligen“ Bereich steigern, der operative Gewinn soll im „hohen einstelligen“ Bereich zulegen. Für 2015 bekräftigte IBM seine Prognose, operativ zwischen 15,75 und 16,50 Dollar je Aktie zu verdienen. Analysten rechnen im Schnitt mit 16,02 Dollar. Der starke Dollar werde den Umsatz um mehr als sechs Prozent belasten, erklärte das Unternehmen, das mehr als die Hälfte seiner Erlöse im Ausland erzielt.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×