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01.03.2017

10:03 Uhr

Cloud-Service AWS

Amazon-Störung legt viele Web-Dienste lahm

Von Snapchat über Expedia bis hin zu „Buzzfeed“: Eine Störung beim Web-Service von Amazon hat am Dienstagabend viele Websites und Apps lahmgelegt. Es dauerte Stunden, bis der Online-Riese das Problem beheben konnte.

Eine Störung bei dem Web-Service des Unternehmens hat am Dienstag für stundenlange Ausfälle gesorgt. AP

Amazon

Eine Störung bei dem Web-Service des Unternehmens hat am Dienstag für stundenlange Ausfälle gesorgt.

SeattleEine Störung im Web-Service von Amazon in den USA hat am Dienstag stundenlang diverse Websites und Online-Dienste lahmgelegt. Kurz vor Mitternacht teilte der Online-Händler dann schließlich mit, die Systeme liefen wieder normal. Ein Grund für die rund vier Stunden lange Störung wurde zunächst nicht genannt. Es war lediglich von „erhöhten Fehlerraten“ beim Amazon-Speicherdienst S3 die rede.

Probleme hatten unter anderem die Foto-App Snapchat, die Reise-Website Expedia, Medien-Websites wie „Buzzfeed“ oder „Medium“. Nutzer berichteten auch, dass Amazons sprechende Assistenz-Software Alexa in Mitleidenschaft gezogen worden sei. Auch die Amazon-Seite, auf der Störungen angezeigt werden, fiel aus. AWS verweist stets auf eine Verlässlichkeit von fast 100 Prozent und hat viele Rechenzentren, die über die Welt verteilt sind. Die betroffene Anlage im Bundesstaat North Virginia ist aber eine der größten und versorgt viele international aktive amerikanische Online-Dienste.

Zehn Tipps für mehr IT-Sicherheit

Geschäftsleitung involvieren

Oft beschneidet das Management aus Renditegründen das Budget. Daher: Informieren und sicherstellen, dass die Firmenlenker die Tragweite des Sicherheitsprojekts erkennen.

Bestandsanalyse durchführen

Geräte und Lösungen sowie ihre Eignung für die Abwehr von Cyberattacken katalogisieren - ebenso Rechteverwaltung, Sicherheitsbewusstsein sowie interne und externe Gefahren.

Einsatzteam aufbauen

Eine zentrale Abteilung stimmt alle sicherheitsrelevanten Punkte aufeinander ab. Silos sind wenig effizient und übersehen Sicherheitslücken. Ratsam: einen Chief Information Security Officers ernennen.

Sicherheitsstrategie entwickeln

Wie viel darf welche Sicherheitsmaßnahme kosten, welche Risiken werden in Kauf genommen? Anschließend Budget- und Personal-Szenarien entwerfen.

Budgets verhandeln

Je früher Führungskräfte in das IT-Sicherheitsprojekt eingebunden sind, desto besser können sie nötige Ausgaben nachvollziehen - und desto konstruktiver gestalten sich Verhandlungen.

Sicherheitsrichtlinien ausarbeiten

Und zwar unternehmensweit: Diese sollten auch alle notwendigen Compliance- und sonstigen gesetzgeberischen Aspekte berücksichtigen.

Systeme und Updates installieren

Nicht nur moderne Systeme und Lösungen, die es mit fortschrittlichen Attacken aufnehmen, sind essenziell - aktuelle Updates sind es ebenfalls.

Schulungen vorsehen

Auf Basis eines mittelfristigen Schulungsplans festlegen: Wer wird wie oft zu welchen Themen aus- beziehungsweise fortgebildet?

Der Geschäftsleitung berichten

Dann bleibt sie dem Sicherheitsprojekt gewogen. Eine grafische Aufbereitung der Sicherheitslogs sensibilisiert nachhaltig.

Kontrollschleife einbeziehen

Regelmäßig die Effizienz neuer Maßnahmen und Strukturen durchleuchten. Dabei neue Gefahren, Lösungen am Markt sowie Organisationsveränderungen berücksichtigen.

Quelle

Schluss mit dem Silodenken: Geht es nach den Experten von Dell, sollten Mittelständler ihre Sicherheitsstrategie im Rahmen eines abteilungsübergreifenden Projekts auf einheitliche Füße stellen - und zwar mit folgenden zehn Schritten (erschienen im Magazin creditreform 06/2016):

Viele Start-ups und auch etablierte Unternehmen holen sich Rechenleistung bei Amazons Cloud-Sparte AWS. Deswegen sind Ausfälle oft breit spürbar. Zuletzt hatte eine größere Störung 2015 unter anderem Netflix und den Wohnungsvermittler AirBnB ausgebremst.

Nicht nur AWS ist ein Knotenpunkt, dessen Probleme breite Auswirkungen haben können. Im vergangenen Oktober hatte eine Online-Attacke auf den Web-Dienstleister Dyn mehrere bekannte Firmen wie Twitter oder den Musikdienst Spotify für Stunden behindert.

Von

dpa

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