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24.08.2015

19:27 Uhr

Club der Einhörner

Der erlesene Zirkel der Start-up-Milliardäre

VonAxel Postinett

131 Start-ups weltweit sind Mitglied im „Club der Unicorns“ – Firmen, die mit über einer Milliarde Dollar bewertet sind. Doch Experten erwarten nach fetten Jahren nun magere Zeiten für die Jungunternehmen.

So irreal wie ein Einhorn sind oft auch die Bewertungen von Start-ups. Auf dem Papier sind so einige bereits über eine Milliarde Dollar wert. imago

Einhorn

So irreal wie ein Einhorn sind oft auch die Bewertungen von Start-ups. Auf dem Papier sind so einige bereits über eine Milliarde Dollar wert.

San FranciscoHat da jemand „Blase“ gesagt? In jeder Woche in diesem Jahr ist die Zahl der mit einer Milliarde Dollar oder mehr bewerteten Start-ups im Schnitt um 1,3 Unternehmen gestiegen. Derzeit gibt es 131 dieser sogenannten „Unicorns“ (Einhörner), wie die Venture-Capital-Spezialisten von CBInsights nachgerechnet haben. Es sind glitzernde Namen wie Uber, AirBnB, SpaceX oder Snapchat.

Zusammen werden diese Unternehmen am Risikokapitalmarkt mit 485 Milliarden Dollar bewertet. Denn hier bestimmen nicht die Aktienkurse den Wert, sondern Kapitalgeber. Gerechnet wird, zu welchem Preis ein Anteil bei der jüngsten Kapitalrunde gekauft wurde. Zu dem Preis wird dann der gesamte Unternehmenswert hochgerechnet.

In der vergangenen Woche sind laut CBInsights gerade wieder drei Neulinge in die erlauchte Runde aufgenommen worden. Es sind das Medienunternehmen Buzzfeed sowie das Medizin-Start-up ZocDoc aus den USA und Kik Interactive aus Kanada. Deutschland ist mit drei Jungunternehmen in der Nobelliste vertreten: Home24 und Auto1Group mit einer Milliarde Dollar Bewertung und Delivery Hero mit 3,1 Milliarden Dollar.

Schon lange wird von einer möglichen Überhitzung am Risikokapitalmarkt vor allem im Silicon Valley gewarnt. Besonders jetzt. Denn all diese Unicorns, angeführt vom Chauffeurdinest Uber mit 51 Milliarden Dollar, müssen irgendwann mal an die Börse, um ihren Geldgebern die Gewinne zu bescheren, die sie sich erhoffen. Doch die Börsen weltweit, von China über die Wall Street bis nach Frankfurt, haben harte Wochen hinter sich.

Wird es Zeit für die Jungunternehmer und ihre Investoren sich warm anzuziehen? Nikesh Arora, früherer Top-Manager bei Google und jetzt President bei Softbank ist sich da ziemlich sicher. Er rät Start-ups in einem Tweet sich anzuschnallen, kein Geld zu verschwenden und sich zu fokussieren.

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