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28.10.2016

10:45 Uhr

Compugroup Medical

Softwarefirma interessiert sich für Druckspezialisten

Die Softwarefirma Compugroup Medical will nach dem Grafik- und Druckspezialisten Afga-Gevaert greifen. Ob es zu einer Übernahme kommt, ist unklar: Die Gespräche sind laut Compugroup noch in der Anfangsphase.

Der Medizinsoftware-Entwickler Compugroup Medical hat ein Auge auf den belgischen Grafik- und Druckspezialisten geworfen. picture alliance / dpa picture alliance / dpa

Agfa-Gevaert

Der Medizinsoftware-Entwickler Compugroup Medical hat ein Auge auf den belgischen Grafik- und Druckspezialisten geworfen.

FrankfurtDer Medizinsoftware-Entwickler Compugroup Medical streckt seine Fühler nach dem belgischen Grafik- und Druckspezialisten Agfa-Gevaert aus. Die Firma aus Koblenz bestätigte am Freitag entsprechende Gespräche. Compugroup habe Agfa Gevaert eine „indikative, unverbindliche Interessenbekundung hinsichtlich des Erwerbs aller Aktien“ unterbreitet. Allerdings seien die Gespräche in einem frühen Stadium und die Antwort der Belgier stehe noch aus. Daher sei noch offen, ob es zu einem Übernahmeangebot kommen werde. Agfa-Gevaert erklärte, man prüfe die Vorschläge von Compugroup. Das belgische Unternehmen war nach dem Schlusskurs vom Donnerstag rund 615 Millionen Euro wert.

Agfa-Aktien legten an der Brüsseler Börse am Morgen um sechs Prozent zu, Anteilsscheine der Compugroup brachen dagegen ein. Compugroup-Aktien notierten mit einem Minus von knapp vier Prozent bei 40,03 Euro.

Agfa hatte sich einen Namen in der analogen Fotografie gemacht, verkaufte diesen Teil aber bereits 2004 und hat sich unter anderem auf das Drucken und medizinische Bilder spezialisiert. Agfa setzte vergangenes Jahr 2,6 Milliarden Euro um, der Überschuss lag nach Anteilen Dritter bei 71 Millionen Euro. Mittelfristig wollen die Belgier einen Umsatz von drei Milliarden Euro pro Jahr erreichen. Die auf Software für Ärzte und Apotheken spezialisierte Compugroup hatte 2015 einen Umsatz von knapp 550 Millionen Euro eingefahren, unter dem Strich verdiente der Konzern knapp 40 Millionen Euro.

„Der Deal macht strategisch viel Sinn“, sagte ein Aktienhändler. Allerdings habe Agfa Pensionsverpflichtungen von 1,2 Milliarden Euro, was Compugroup überfordern könnte. Ein Compugroup-Sprecher wollte sich nicht zu der Frage äußern, bis wann sich das Unternehmen entscheiden wolle, ob es verbindlich für Agfa Gevaert biete oder nicht. „Ich kann das nicht weiter kommentieren“, sagte er lediglich.

Von

rtr

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