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21.01.2014

02:13 Uhr

Computer

IBM verhandelt mit Lenovo über Serversparte

IBM könnte schon bald einen weiteren Teil seines verlustreichen Hardware-Geschäftes loswerden. Nach gescheiterten Gesprächen mit PC-Bauer Lenovo laufen die Verhandlungen offenbar wieder.

IBM: Der US-Tech-Gigant will mit einem Fokus auf Software in die Erfolgszone zurück. Reuters

IBM: Der US-Tech-Gigant will mit einem Fokus auf Software in die Erfolgszone zurück.

New YorkDer US-Konzern International Business Machines (IBM) verhandelt einem Insider zufolge mit dem weltgrößten PC-Hersteller Lenovo erneut über den Verkauf einer Servertochter.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters von einer mit der Angelegenheit vertrauten Person erfuhr, geht es dabei um die Sparte x86, die Computer für Firmenrechenzentren anbietet. Lenovo erklärte nur, man verhandele über einen potenziellen Zukauf, nannte aber keine Namen. Zudem gebe es noch keine Vereinbarung. IBM äußerte sich nicht.

IBM-Historie

1911

IBM wird am 16. Juni unter dem Namen Computing Tabulating and Recording Company (C-T-R) in New York gegründet. Neben der Lochkarten-Technik bietet das Unternehmen kommerzielle Waagen und Uhren an.

1924

C-T-R ändert seinen Namen in International Business Machines (IBM).

1944

IBM stellt seinen ersten Großrechner vor. Die mehr als 15 Meter lange und fast 2,50 Meter hohe Maschine wiegt fast fünf Tonnen.

1954

Ein IBM-Computer demonstriert die Übersetzung vom Russischen ins Englische.

1961

IBM setzte früh Standards für Büroschreibmaschinen. In dem Jahr kam das erfolgreiche Modell Selectric heraus.

1969

Die Magnetstreifentechnik legt die Basis für das Kreditkartengeschäft. Drei Jahre später stellt IBM den ersten Geldautomaten vor.

1976

IBM führt den ersten Laserdrucker ein.

1981

Der IBM Personal Computer markiert den Beginn der PC-Revolution.

1997

Der IBM-Supercomputer Deep Blue schlägt Schachweltmeister Garri Kasparow.

2005

IBM verkauft sein PC-Geschäft mit der Modellreihe ThinkPad an das chinesische Unternehmen Lenovo.

Insidern zufolge verhandelten die beiden Unternehmen bereits im vergangenen Jahr über die Sparte, konnten sich aber nicht auf einen Preis einigen. Lenovo übernahm bereits im Jahr 2005 die PC-Sparte von IBM und verkauft bis heute Notebooks unter dem Namen ThinkPad, den früher der US-Konzern benutzte.

„Der Deal würde für beide Parteien Sinn machen“, sagte Albert Moel, ein Analyst in Hong Kong „Business Insider“. IBM versucht sich seit geraumer Zeit auf Software zu konzentrieren, und sich vom verlustreichen Hardware-Geschäft zu trennen. Der PC-Bauer Lenovo kämpft derweil mit Zukäufen gegen Verluste aus dem schrumpfenden PC-Markt.

„Lenovo versucht seit einer Weile in den Server-Markt vorzustoßen“, sagte Moel. „Wenn der Preis stimmt, wäre das gut für Lenovo.“ Einem Bericht des Wall Street Journal interessiert sich auch der US-PC-Hersteller Dell für die Serversparte von IBM.

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