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27.04.2011

08:30 Uhr

Computer

Kontron steigert Gewinn und hamstert

Steuercomputer für die Industrie sind derzeit gefragt. Der deutsche Hersteller Kontron konnte seinen Umsatz jetzt um ein Drittel steigern. Um Lieferengpässe aus Japan zu umgehen, hat die Firma rechtzeitig gehamstert.

Steuerungsrechner für Industrieanlagen sind derzeit gefragt. Quelle: dpa

Steuerungsrechner für Industrieanlagen sind derzeit gefragt.

Der Aufwärtstrend des Kleincomputerherstellers Kontron verstetigt sich. Im ersten Quartal kletterte der Umsatz des Unternehmens aus Eching bei München verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um ein Drittel auf 130 Millionen Euro. Der Gewinn legte auf 5,2 Millionen Euro von 1,9 Millionen Euro im Vorjahr zu, wie Kontron am Mittwoch mitteilte. Das Unternehmen blieb damit allerdings leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

Aus Furcht vor Lieferengpässen durch die Japan-Krise startete der Hersteller von Steuerungscomputern für Automaten und Anlagen Hamsterkäufe: "Im Hinblick auf die Natur- und Reaktorkatastrophe in Japan wurden als Vorgriff auf den stark gewachsenen Auftragseingang die Lagerbestände mit wichtigen Komponenten und Bausteinen aufgefüllt", teilte das Unternehmen mit. Der Auftragsbestand kletterte im Jahresvergleich um fast die Hälfte auf 464 Millionen Euro.

Für das Gesamtjahr bekräftigte Kontron-Chef Ulrich Gehrmann seine Prognose, wonach der Umsatz auf 550 Millionen Euro von zuletzt 509 Millionen Euro wachsen werde.

Hinsichtlich der Rendite stecken Kontron allerdings die Folgen der Wirtschaftskrise noch in den Knochen: Operativ peilt das Unternehmen eine Marge von acht bis neun Prozent an und bleibt damit noch hinter seinem mittelfristigen Ziel von über zehn Prozent Vorsteuerendite. Diesen Wert peilt Kontron erst wieder für 2012 an.

Von

rtr

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