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28.01.2009

16:08 Uhr

Computerbranche

Sun steht im Regen noch recht trocken da

Das ist erst einmal bitter: Nach einem Sparprogramm muss der Computerhersteller Sun Microsystems erst einmal die Kosten dafür stemmen - und die sind deftig. Trotzdem steht Sun im Vergleich zur Konkurrenz eigentlich noch ganz gut da.

HB SANTA CLARA. Der Server- und Software-Hersteller Sun Microsystems hat auf seinem Sanierungskurs zum Jahresende 2008 erneut rote Zahlen geschrieben. Nach hohen Kosten für den Konzernumbau stand unter dem Strich im vergangenen Quartal ein Minus von 209 Millionen Dollar (159 Mio Euro).

Ein Jahr zuvor hatte der US-Konzern noch einen Gewinn von 260 Millionen Dollar erzielt. Der Umsatz fiel auch wegen der Wirtschaftskrise um elf Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar, wie Sun am Dienstagabend am Sitz im kalifornischen Santa Clara mitteilte. Sun schnitt aber dennoch in dem zum Jahreswechsel beendeten zweiten Geschäftsquartal weit besser ab als von Experten erwartet. Vor den Sonderbelastungen erzielte der Hersteller einen Gewinn von 114 Millionen Dollar.

Allein der massive Jobabbau belastete das Ergebnis unter dem Strich zuletzt mit 222 Millionen Dollar. Die Aktie legte nachbörslich stark zu. Im regulären Handel hatte sie zuvor bereits 5,6 Prozent auf knapp 4,00 Dollar gewonnen. Binnen Jahresfrist ist Sun allerdings an der Börse um 75 Prozent ab gestürzt.

Der Konzern streicht wegen der Probleme derzeit 6000 seiner weltweit 33 000 Stellen. In den vergangenen Quartalen pendelte Sun stets zwischen Verlust- und Gewinnzone hin und her. Sun zählt zählt neben IBM, Hewlett-Packard und Dell zu den größten Server-Herstellern der Welt. Zum Einsatz kommen die Hochleistungs-Rechner in Computernetzen großer Unternehmen - etwa im derzeit von der Krise besonders getroffenen Finanzsektor. Über Server läuft auch der Betrieb von Websites und der übrige Datenverkehr im Internet.

Wie auch die Wettbewerber setzt Sun neben den Servern zunehmend auf Software und Dienstleistungen. Sie sollen die Abhängigkeit vom reinen Hardware-Geschäft verringern und für stabilere Erlöse sorgen. So stiegen die Softwareumsätze im vergangenen Quartal um 21 Prozent. „Software war ein Lichtblick“, sagte Sun-Chef Jonathan Schwartz.

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