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01.04.2006

09:00 Uhr

Computerfirma feiert 30. Geburtstag

Apple geht kerngesund ins vierte Jahrzehnt

Die weltbekannte Computerfirma mit dem Apfel-Logo wurde vor 30 Jahren gegründet. Die Rückkehr von Steve Jobs brachte 1996 die große Wende. Mit seinen Produkten vom Mac bis zum iPod steht Apple nun seit Jahren für flottes Design und innovative Technik.

Steve Jobs und John Sculley stellen am 24. Januar 1984 im kalifornischen Cupertino den ersten Macintosh-Computer vor. Foto: dpa

Steve Jobs und John Sculley stellen am 24. Januar 1984 im kalifornischen Cupertino den ersten Macintosh-Computer vor. Foto: dpa

HB SAN JOSE. Auch wenn in den einst blühenden Gärten des Silicon Valleys viele Früchte verdorrt sind, Apple ist geblieben. Am 1. April geht das kalifornische Computerunternehmen kerngesund ins vierte Jahrzehnt seiner Firmengeschichte. Verheilt sind die Narben von Fehlentscheidungen der Vergangenheit.

Zwei Studienabbrecher, Steve Jobs und Steve Wozniak, ließen ihre gemeinsame Firma am 1. April 1976 ins Handelsregister eintragen. Mit dabei war noch ein weiterer Freund, Ron Wayne, der dem damals noch sehr kühn erscheinenden Projekt aber bereits nach zwei Wochen den Rücken kehrte. Das erste Produkt des neuen Unternehmens war ein Computer-Bausatz. Ein Jahr danach, 1977, wurde der Mikrocomputer Apple II vorgestellt. Das war zwar nicht der erste Personalcomputer, aber vielleicht die Geburtsstunde der PC-Revolution, weil der Apple II nicht nur Ingenieure, sondern auch ganz normale Menschen ansprach.

Wirtschaftlich weit weniger erfolgreich war die berühmte Lisa: Dieser Computer hatte 1983 eine neue Benutzeroberfläche mit bunten Symbolbildchen, Icons genannt, die mit der Maus angeklickt werden konnten. Der hohe Preis von 9 995 Dollar aber trieb die Interessenten zur Konkurrenz IBM. Erst der Apple Macintosh brachte 1984 wieder Geld in die Kassen - dieser Computer begründete das „Desktop Publishing“, also das einfache Gestalten von Druckschriften.

Die Idee der grafischen Benutzeroberfläche wurde von Microsoft übernommen, das sein Betriebssystem Windows an Computerhersteller lizenzierte, die den IBM-PC kopierten. Diese Verbindung wurde in kurzer Zeit sehr erfolgreich, während der Macintosh-Umsatz unter der Entscheidung litt, die Apple-Software nicht an andere Hardware-Hersteller abzugeben. Ein interner Machtkampf zwang Jobs dazu, das Unternehmen zu verlassen. Es folgten finanzielle Schwierigkeiten und Sackgassen der Produktentwicklung - prominententes Beispiel war der Newton, ein „Persönlicher Digitaler Assistent“ (PDA), dessen Zeit offenbar noch nicht gekommen war.

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