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17.05.2012

21:34 Uhr

Computerhersteller

HP will offenbar massiv Stellen streichen

Hat der Gewinneinbruch bei Hewlett-Packard jetzt Folgen für das Personal? Aus anonymer Quelle dringen Berichte, der angeschlagene Computer- und Druckerhersteller wolle tausende Stellen einsparen.

HP will angeblich bis zu 30.000 Stellen streichen. Reuters

HP will angeblich bis zu 30.000 Stellen streichen.

Bangalore/New YorkDer US-Technologiekonzern Hewlett-Packard (HP) plant offenbar einen massiven Personalabbau. HP wolle acht bis zehn Prozent der Stellen einsparen, verlautete aus mit den Plänen vertrauten Kreisen am Donnerstag, so die Nachrichtenagentur Reuters. Von dem Vorhaben seien mindestens 25.000 Mitarbeiter betroffen.

Auch die Finanznachrichtenagentur Bloomberg sprach am Donnerstag von 25.000 Jobs, das Blog „All Things Digital“ sogar von rund 5.000 mehr. Ziel sei, Kosten zu sparen und das Geschäft an die schwächelnde PC-Nachfrage anzupassen. HP hat 320.000 Mitarbeiter.

Von den betroffenen Arbeitsplätzen sollen laut Bloomberg 10.000 bis 15.000 in der Sparte Unternehmensdienstleistungssparte für Unternehmen abgebaut werden. „All Things Digital“ berichtete, die Zahlen sei noch nicht endgültig. HP-Chefin Meg Whitman wolle die Umbaupläne kommenden Mittwoch vorstellen.

Die Stellenstreichungen sollen demnach über einen längeren Zeitraum gestreckt werden, möglicherweise ein Jahr oder mehr. Einem Teil der Mitarbeiter solle ein freiwilliges Ausscheiden vorgeschlagen werden, hieß es unter Berufung auf informierte Personen.

Das Unternehmen sucht sein Heil in schlankeren Strukturen. HP hatte vor kurzem angekündigt, im Zuge seiner Umstrukturierung die Drucker- und PC-Sparte zusammenzulegen. Dadurch sollen Kosten gesenkt und die Grundlage für weiteres Wachstum geschaffen werden.

HP kämpft darum, sein Kerngeschäft mit PCs in den schwarzen Zahlen zu halten. Die Konkurrenz durch Tablet-Computer und Smartphones nagt am Absatz. Ein eigener Ausflug ins Tablet-Geschäft mit dem TouchPad erwies sich als Mega-Flop.

Firmenchefin Meg Whitman steht unter Druck, das Ruder herumzureißen. Im ersten Geschäftsquartal brach der Gewinn um fast 44 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar ein.

Kommentare (2)

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Seionara

17.05.2012, 22:45 Uhr

"Design oder Nicht-Sein" fällt mir da spontan ein. Und zu teure Druckerpatronen. Abzocken fällt wohl doch immer mehr auf die Verursacher zurück. Dem Himmel sei Dank!

Der_Grosse_Buana

18.05.2012, 00:32 Uhr

Nach meinen Recherchen leidet der PC-Absatz nicht so sehr unter den Tablets. Immerhin haben wir die schlimmste Finanzkrise seit Kriegsende und dann auch noch Lieferprobleme bei Festplatten. Dazu die Sättigung in reifen Märkten - das reicht zur Erklärung völlig aus. Immerhin haben wir in Europas Krisenländern Einbrüche um vielleicht 50% oder so ähnlich. Tablets sind da eher ein Symptom - aber keine Ursache.

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