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15.12.2011

17:21 Uhr

Computerhersteller

iPad & Co erreichen den Massenmarkt

VonJoachim Hofer

Apple bekommt Konkurrenz für sein iPad. Jetzt gibt es die begehrten Mini-PCs auch bei Aldi. Die Tester sind begeistert. Andere Computerhersteller tun sich schwer auf dem Markt und ziehen ihre Produkte zurück.

Papst Benedict XVI benutzt ein iPad um die Weihnachtsbeleuchtung einzuschalten. AFP

Papst Benedict XVI benutzt ein iPad um die Weihnachtsbeleuchtung einzuschalten.

MünchenSelbst der Papst mag nicht mehr ohne Tablet-PC sein. Mitte der Woche hat Benedikt XVI. im Vatikan auf den Bildschirm seines iPads gedrückt und damit eine riesige Weihnachtsinstallation in Umbrien zum Leuchten gebracht.

Tausende Menschen in Deutschland werden in den nächsten Tagen vermutlich ebenso verzückt wie das Oberhaupt der Katholiken mit den Fingern über das berührungsempfindliche Display ihres Tablet-PCs fahren. Denn seit gestern gibt es mit dem „Liftetab“ von Medion zum ersten Mal ein solches Gerät auch beim Discounter Aldi.

Ein „Lifetab“ von Medion kostet 399 Euro und ist damit 80 Euro günstiger als die billigste iPad-Variante von Apple. PR

Ein „Lifetab“ von Medion kostet 399 Euro und ist damit 80 Euro günstiger als die billigste iPad-Variante von Apple.

In ersten Tests hat der Mini-Computer des Hauslieferanten von Aldi hervorragend abgeschnitten. Die Experten loben vor allem das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein „Lifetab“ kostet 399 Euro und ist damit 80 Euro günstiger als die billigste iPad-Variante von Apple.

Was die technische Ausstattung angeht, muss sich der Medion-Rechner trotzdem nicht verstecken. Für weniger Geld gibt es hier deutlich mehr Speicherplatz. Das „Lifetab“ läuft mit Googles Betriebssystem Android und wird von einem Zweikernprozessor des Chipspezialisten Nvidia angetrieben.

Noch dominiert Apple das Geschäft mit den Tablets fast nach Belieben. Zwei von drei weltweit verkauften Geräten tragen das Apfel-Logo. Doch die Konkurrenz nimmt zu. Ärgster Widersacher der Kalifornier ist dabei kein klassischer IT-Konzern, sondern das Internetkaufhaus Amazon mit dem „Kindle Fire“. Das US-Unternehmen ist erst kürzlich in das Geschäft eingestiegen, wird den Marktforschern von IHS iSuppli zufolge im Weihnachtsgeschäft aber schon fast vier Millionen Stück verkaufen. Damit kommt der Online-Händler aus dem Stand heraus auf einen Marktanteil von knapp 14 Prozent.

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