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13.11.2012

04:00 Uhr

Computerspiel „Halo 4“ am Start

220 Millionen Dollar Umsatz an einem Tag

Die neueste Ausgabe des Computerspiels “Halo” von Microsoft hat einen furiosen Verkaufsstart hingelegt. Doch im Weihnachtsgeschäft hat der Ego-Shooter massig Konkurrenz.

Der “Master Chief” ist wieder da: Der Held aus der Computerspiele-Serie „Halo“ lässt die Kassen von Microsoft klingeln. dapd

Der “Master Chief” ist wieder da: Der Held aus der Computerspiele-Serie „Halo“ lässt die Kassen von Microsoft klingeln.

New YorkDas Computerspiel „Halo 4“ hat einen beeindruckenden Start hingelegt: Das Science-Fiction-Spektakel habe am ersten Verkaufstag mehr als 220 Millionen Dollar Umsatz eingespielt, teilte Microsoft am Montag mit. In der ersten Woche werde es mehr als 300 Millionen Dollar Umsatz erzielen und damit die vorherige „Halo“-Ausgabe übertreffen, schrieb das Unternehmen in einem E-Mail-Statement an die Agentur Bloomberg.

“Halo” ist nur für Microsofts Spielkonsole Xbox erhältlich und gehört zu den erfolgreichsten Computerspiel-Serien der Welt. Sie hat Microsoft bislang mehr als 3 Milliarden Dollar an Einnahmen beschert.

Die neueste Folge des Computerspiels beginnt einige Jahre nach den Ereignissen in dem 2007 erschienen “Halo 3”, in dem sich der Soldat Master Chief in einem Weltraumfrachter in einen Tiefschlaf versetzen lassen hat. Seine Begleiterin, die Künstliche Intelligenz Cortana, weckt ihn auf, weil sie fremde Wesen in dem Frachter bemerkt hat. Wie gewohnt gibt es keine langen Dialoge. Das Computerspiel hat in der Fachpresse gute Kritiken erhalten.

Geschäftsmodelle der Spielebranche

Verkauf

Ein Entwickler arbeitet Monate oder Jahre an einem Spiel. Wenn es fertig ist, wird es zu einem festen Preis auf den Markt gebracht. Nach wie vor setzen viele Anbieter auf den klassischen Verkauf, ob Einzelkämpfer, die eine iPhone-App programmieren, oder große Studios mit Produktionen im Hollywood-Stil. Ob die Nutzer ins Geschäft gehen oder sich den Titel herunterladen, spielt dabei keine Rolle.

Abo-Modelle

Jede Stunde oder jeder Monat kostet – nach diesem Prinzip rechnen die Anbieter von Abo-Spielen ab. Wenn sie einen treuen Stamm von Spielern an sich binden können, schaffen sie einen stetigen Umsatzstrom. Dafür müssen sie allerdings auch ständig etwas Neues bieten, sonst sind die zahlenden Kunden weg. „World of Warcraft“ ist der Prototyp dieses Geschäftsmodells.

Free To Play

Das Spiel an sich ist gratis, aber die Extras kosten. Die Anbieter von Free-to-play-Spielen verdienen ihr Geld mit virtuellen Zauberstäben, Raumschiffen oder Rüstungen. Obwohl nur ein Bruchteil der Nutzer zahlt, kann das lukrativ sein. Da die Einstiegshürde niedrig ist, gewinnen die Anbieter viele Gelegenheitsspieler. Vorreiter sind Unternehmen wie Zynga und Bigpoint, doch auch viele Branchen-Dinos setzen inzwischen auf dieses Modell.

Werbung

Bandenwerbung im Fußballstadion, Aufkleber auf Rennwagen, gesponsorte Figuren: Computerspiele sind eine Plattform für Reklame. Der Anteil am Gesamtumsatz der Branche ist allerdings noch klein.

Crowdfunding

Wer keinen großen Geldgeber findet, fragt einfach viele Kleininvestoren. Beim Crowdfunding – der Schwarmfinanzierung – versorgen sich Unternehmen über Plattformen wie Kickstarter mit Kapital; Nutzer können kleine Beträge zur Verfügung stellen und bekommen im Gegenzug das fertige Produkt oder Extras.

Bereits am Dienstag bekommt „Halo 4“ Konkurrenz: Der Spielehersteller Activision Blizzard veröffentlicht dann die neueste Folge der Serie „Call of Duty: Black Ops 2”, einem Ego-Shooter, das im Kalten Krieg spielt. Im vergangenen Jahr war „Call of Duty: Modern Warfare 3“ binnen 24 Stunden allein in den USA und Großbritannien mehr als 6,5 Millionen Mal verkauft worden und hatte damit mehr als 400 Millionen Dollar Umsatz erzielt.

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Kommentare (1)

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Account gelöscht!

13.11.2012, 06:03 Uhr

Ein Geschäftszweig, wo eine Hexenjagd deutscher Politiker, auf diese Unternehmen ausgeübt wird. Geht es um neue Ideen, spielt Deutschland nur in der kleine Liega mit.

Die Politik sollte sich mal fragen, warum Menschen mit Ideen ins Ausland gehen müssen.

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