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18.07.2014

01:30 Uhr

Computerurgestein

IBM spart sich höhere Gewinne zusammen

Der Computerkonzern IBM verbucht im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang, kann aber seinen Gewinn steigern. Das Unternehmen versucht derzeit, auf den technologischen Wandel zu reagieren.

IBM im Wandel: Der Computerkonzern macht im zweiten Quartal mehr Gewinn - durch Einsparungen. Reuters

IBM im Wandel: Der Computerkonzern macht im zweiten Quartal mehr Gewinn - durch Einsparungen.

Armonk/San FranciscoDas US-Computerurgestein IBM hat weiterhin mit den technologischen Umbrüchen zu kämpfen. Im zweiten Quartal fielen vor allem die Verkäufe von Hochleistungsrechnern erneut. Konzernweit lag das Umsatzminus gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei 2 Prozent auf 24,4 Milliarden Dollar (18,0 Mrd Euro). Trotz des Rückgangs übertraf IBM damit aber die Analystenerwartungen von 24,1 Milliarden Dollar.

Dank Einsparungen gelang es dem Management jedoch, den Gewinn gleichzeitig um 28 Prozent auf unterm Strich 4,1 Milliarden Dollar in die Höhe zu schrauben. Auf bereinigter Basis verdiente IBM 4,32 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit lediglich 4,29 Dollar je Anteilsschein gerechnet.

Im problematischen Hardware-Geschäft brachen die Umsätze um elf Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar ein. Die Software-Sparte verbesserte sich dagegen um ein Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar. IBM befindet sich gegenwärtig im Umbau.

„Wir haben im zweiten Quartal weitere Fortschritte bei unserem Wandel gemacht“, sagte Konzernchefin Ginni Rometty am Donnerstag am Sitz in Armonk im Bundesstaat New York. Sie will IBM in den Feldern Cloud-Computing, Big Data, Sicherheit und mobile Dienste stärken.

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Dazu ist sie gerade erst eine Allianz mit Apple eingegangen. Die Partner wollen iPads und iPhones stärker in der Unternehmenswelt verankern. IBM hilft beim Vertrieb und entwickelt spezielle Geschäfts-Apps. Bislang sind Unternehmen ein Bollwerk von Microsofts Windows- und Office-Software. Das Unternehmen pumpt zudem viel Geld in das Cloud-Computing.

Seinen Hardware-Zweig hat Rometti dagegen kräftig gestutzt. Die Standard-Server, die mit der x86-Technik herkömmlicher PC-Prozessoren laufen, gehen für 2,3 Milliarden Dollar an den chinesischen Computerhersteller Lenovo. Dieser hatte bereits 2005 die PC-Sparte von IBM übernommen und ist inzwischen zur weltweiten Nummer eins in dem Markt aufgestiegen. Das Geschäft mit leistungsstärkeren Servern will IBM selbst weiterführen.

IBM gehört zu den Pionieren der Computertechnik. Zuletzt gab es Spekulationen, IBM könne auch seine Chipfabriken verkaufen und damit einen der traditionsreichsten Zweige. In die Entwicklung neuartiger Chips steckt das Management jedoch in den nächsten fünf Jahren 3 Milliarden Dollar. Die Fertigung könnten dann Auftragsfertiger übernehmen.

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