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26.03.2012

22:51 Uhr

Cook in Peking

Apple plant „größere Investitionen“ in China

China ist für Apple der zweitgrößte Markt der Welt. Diesen will der neue CEO Tim Cook besser ausschöpfen. An Problemthemen dürfte es bei seinen Gesprächen in Peking nicht gemangelt haben.

Apples Glaspalast in Shanghai's Finanzdistrikt Pudong. Reuters

Apples Glaspalast in Shanghai's Finanzdistrikt Pudong.

PekingWas Steve Jobs nie getan hat, macht der Neue: Tim Cook war schon etliche Male in China, doch dieser Tage weilt er erstmals in seiner Funktion als Vorstandschef des Technologiekonzerns in Peking. Er habe „tolle Sitzungen“ mit Behördenmitgliedern gehabt, sagt Firmensprecherin Carolyn Wu ohne Details preiszugeben.

An Themen dürfte es nicht gemangelt haben. China ist für Apple nach den USA der zweitgrößte Markt, doch die Arbeit dort gestaltet sich nicht einfach. Der größte Apple-Zulieferer Foxconn befindet sich unter Dauerbeschuss wegen angeblich schlechter Arbeitsbedingungen. Die Marke iPad wird Apple vor Gericht strittig gemacht. Und der großen Nachfrage kann Apple bisher nicht gerecht werden.

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Wie groß die Nachfrage ist, illustriert ein Ereignis vor einem guten Monat. Weil ein Apple-Store in Peking nicht rechtzeitig zum Start des neuen iPhones geöffnet wurde, haben Fans den Laden mit Eiern beworfen. Die Firma habe „nicht hoch genug gewettet“, sagte Cook im Januar.

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„Apple hat einen guten Job gemacht mit einer recht kleinen Anzahl von Läden in China“, sagt David Wolf, CEO der Marketing- und Strategiefirma Wolf Group Asia der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Doch die Herausforderung ist nun, das erfolgreiche Verkaufskonzept aus den USA nach China auszuweiten. Jetzt befinden sie sich in einer Testphase. Es ist Zeit, größer zu werden.“

Vor vier Jahren hat Apple den ersten Apple-Store eröffnet, heute befinden sich sechs in China, drei davon in Shanghai. Der ehemalige Verkaufschef hatte vor zwei Jahren 25 solcher Läden prognostiziert.

„China ist uns sehr wichtig, und wir freuen uns auf größere Investitionen und Wachstum hier“, sagt Apple-Sprecherin Wu. Gemäß Marketing- und Strategie-Experte Wolf gibt es in verschiedenen Bereichen Potenzial für Investitionen: So könnte Apple mehr Leute anstellen, und so die „sehr kleine“ Belegschaft vergrößern. Cook könnte außerdem in Betracht ziehen, Forschungs- und Manufakturbetriebe in China zu kaufen - der größte, bekannteste und umstrittenste ist Foxconn.

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