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13.01.2016

18:36 Uhr

Coolpad

Huawei-Rivale kommt nach Deutschland

In China gehört Coolpad längst zu den größten Smartphone-Anbietern. Nun geht der Hersteller auch in den Deutschland an den Start. Das Unternehmen will mit günstigen Geräten die Branchenriesen ärgern.

Das „Modena“ mit 5,5 Zoll-Bildschirm soll für 170 Euro in den Handel gehen. dpa

Modena

Das „Modena“ mit 5,5 Zoll-Bildschirm soll für 170 Euro in den Handel gehen.

BerlinNach Branchenriesen wie Huawei und ZTE will nun auch ihr kleinerer chinesischer Rivale Coolpad mit Smartphones der Mittelklasse auf den deutschen Markt. Im Februar bringt das Unternehmen mit „Modena“ sein erstes Smartphone in Deutschland auf den Markt. Zwei weitere Modelle, die ebenfalls im Preissegment unterhalb von 200 Euro liegen, sollen folgen. Coolpad wolle vor allem mit Skaleneffekten punkten und setze auf die weltweite Vermarktung, sagte Christoph Lichtenberg, der die Geschäfte für Coolpad in Deutschland und der Schweiz verantwortet. Im Stammland China gehöre das aus der Yulong Computer Telecommunication Scientific Co. entstandene Unternehmen zu den größten Anbietern.

Viele Funktionen, die lange nur High-end-Geräte aufwiesen, seien inzwischen in weit günstigeren Geräten verfügbar, sagte Lichtenberg. Die Entwicklungskosten vieler Features seien abbezahlt. Davon wolle Coolpad profitieren, aber auch von dem aktuellen Trend, dass die Nachfrage nach günstigeren Smartphones steige. „Viele Anwender werden sich die Frage stellen, ob die Mehrkosten von 400 Euro und mehr für High-end-Geräte noch gerechtfertigt sind.“

Smartphone-Markt im Wandel

Samsung weniger dominant

Samsung ist der mit Abstand größte Hersteller von Smartphones, doch die Dominanz bröckelt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der südkoreanische Konzern 78,1 Millionen Smartphones und damit deutlich weniger als ein Jahr zuvor, als er 85 Millionen Geräte absetzte. Der Marktanteil sank von 32,5 auf 23,8 Prozent, wie der Marktforscher IDC ermittelt hat. Wegen niedrigerer Verkaufspreise sinkt auch der Profit.

Apple setzt auf Premium

Apple hält seinen Marktanteil mit 12 Prozent weitgehend stabil. Der Absatz stieg deutlich auf 39,3 Millionen Geräte, wozu die neuen Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus einen deutlichen Beitrag leisteten. Weil der Konzern Premiumpreise verlangt, arbeitet er mit Margen, um die ihn die Konkurrenten beneidenk.

Xiaomi holt rasant auf

Im Westen ist Xiaomi kaum bekannt, doch in China ist der Smartphone-Hersteller äußerst populär. Dank dreistelliger Wachstumsraten ist das Unternehmen nun mit einem Marktanteil von 5,3 Prozent drittgrößer Hersteller. Im dritten Quartal verkaufte er 17,3 Millionen Handys, wozu vor allem das Highend-Gerät Mi4 beitrug. Die spannende Frage: Kann Xiaomi auch im Westen Fuß fassen?

Lenovo wächst mit Motorola

Lenovo hat sich als PC-Hersteller einen Namen gemacht, drängt aber auch in den wachsenden Smartphone-Markt. Im dritten Quartal 2014 verkaufte der Konzern 16,9 Millionen Geräte, vor allem in Asien, dem Nahen Osten und Afrika. Der Marktanteil betrug 5,2 Prozent. Mit der Übernahme von Motorola dürfte der Konzern weiter wachsen.

LG legt deutlich zu

Der koreanische Hersteller LG verkauft viele günstige Geräte, ist mit dem G3 aber auch im Premiumsegment vertreten. Im dritten Quartal verkaufte er laut IDC 16,8 Millionen Geräte und sicherte sich damit 5,1 Prozent des Smartphone-Marktes. Das Resultat: LG konnte zuletzt auch den Gewinn deutlich steigern.

Große Namen, kleiner Marktanteil

Jenseits der Top 5 finden sich viele bekannte Namen: Sony und Blackberry etwa, aber auch Microsoft als Käufer der Nokia-Gerätesparte. Auch der chinesische Hersteller Huawei zählt dazu. 48,6 Prozent des Marktes fallen in diese Sammelkategorie, die IDC nicht weiter aufschlüsselt.

Das „Modena“ mit 5,5 Zoll-Bildschirm soll für 170 Euro in den Handel gehen. Erfolg verspricht sich der Manager, der zuvor beim taiwanesischen Hersteller HTC arbeitete, vor allem in der Zielgruppe der 16- bis 29-Jährigen.

Von

dpa

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