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29.07.2015

00:07 Uhr

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Twitter steigert Umsatz um 61 Prozent

Der Kurzmitteilungsdienst Twitter wird trotz roter Zahlen an der Börse gefeiert. Grund ist ein überraschend starkes Umsatzplus im zweiten Quartal. Aber das Unternehmen verliert weiterhin Geld.

Twitter steckt noch immer in den roten Zahlen, konnte jedoch den Umsatz um 61 Prozent steigern. dpa

Twitter

Twitter steckt noch immer in den roten Zahlen, konnte jedoch den Umsatz um 61 Prozent steigern.

BangaloreTwitter steckt weiter in den roten Zahlen fest, doch zumindest beim Umsatz kam der Kurzmitteilungsdienst zuletzt besser als erwartet voran. Für das zweite Quartal meldete Twitter am Dienstag nach Börsenschluss einen Anstieg der Erlöse um 61 Prozent verglichen mit dem Vorjahreswert auf 502 Millionen Dollar (455 Mio Euro).

Ohne den Einfluss des starken Dollar, der die Auslandseinnahmen nach Umrechnung in US-Währung reduziert, hätte der Zuwachs 68 Prozent betragen. Die Markterwartungen wurden damit deutlich übertroffen. Die Aktie legte nachbörslich zunächst um mehr als zehn Prozent zu, allerdings bröckelten die Gewinne rasch ab, und letztlich drehte der Kurs sogar ins Minus.

Die Werbeeinnahmen nahmen um 63 Prozent auf 452 Millionen Dollar zu. Davon entfielen 88 Prozent auf das zukunftsträchtige Geschäft mit mobilen Anzeigen auf Smartphones oder Tablets. Obwohl Börsianer mit schlechteren Ergebnissen gerechnet hatten, war es die bislang schwächste Umsatzentwicklung in einem Quartal seit dem Börsengang im November 2013.

Das ist Twitter

Twitter?

Twitter (englisch für Gezwitscher) ist eine digitale Echtzeit-Anwendung zum Mikroblogging (zur Verbreitung von telegrammartigen Kurznachrichten). Die Kommunikation auf Twitter erfolgt über sogenannte „Tweets“ (von englisch tweet ‚zwitschern‘). Dies sind kurze Textbeiträge, die angemeldete Nutzer erstellen können.

Geschichte

Twitter wurde im März 2006 unter dem Namen „twttr“ gegründet und gewann weltweit rasch an Popularität: Der erste Tweet wurde am 21. März 2006 durch den Twitter-Mitgründer Jack Dorsey mit dem Satz „just setting up my twttr.“ verschickt.

Follower?

Nach eigenen Angaben nutzten rund 288 Millionen Personen und Unternehmen Twitter mindestens ein Mal pro Monat (Stand: April 2015). Diese heißen im Twitter-Jargon Follower, englisch für „Folgende“, „Anhänger“.

Online-Tagebuch

Twitter wird als Kommunikationsplattform, soziales Netzwerk oder ein meist öffentlich einsehbares Online-Tagebuch definiert. Privatpersonen, Organisationen, Unternehmen und Massenmedien nutzen Twitter als Plattform zur Verbreitung von kurzen Textnachrichten (Tweets) im Internet. Diese dürfen maximal 140 Zeichen aufweisen.

Anmeldung

Für die Anmeldung werden lediglich zwei bisher nicht bei Twitter verwendete Angaben benötigt: Eine E-Mail-Adresse sowie eine Profilbezeichnung (=Nutzername). Bei der Anmeldung wird zwar auch ein „vollständiger Name“ erfragt, dieser dient jedoch offenbar vor allem dazu, diese Angabe neben diversen anderen im Profil anzuzeigen. Es wird außerdem ein Passwort benötigt.

Tweets

Jeder Tweet ist auf maximal 140 Unicode-Zeichen begrenzt. Er ist standardmäßig öffentlich, auch für unangemeldete Leser, sichtbar. Er kann Hashtags (mit #), Links (als URL), auch solche auf andere Nutzerprofile (mit @), sowie Bilder (als URL) oder Standorte enthalten. Tweets werden in erster Linie den Followern eines Benutzers angezeigt, vor allem über Hashtags oder Verlinkungen kann aber auch ein breiteres Publikum erreicht werden.

Zudem verliert das Unternehmen weiterhin Geld - auch wenn das Minus unter dem Strich zum Vorjahr immerhin von 145 auf 137 Millionen Dollar verringert werden konnte. Twitters Nutzerwachstum gerät zudem ins Stocken - im letzten Quartal stieg die Zahl der monatlich aktiven User nur noch um acht auf 316 Millionen und stagnierte im US-Heimatmarkt sogar.

Interimschef und Twitter-Mitgründer Jack Dorsey, der den Spitzenjob vom im Juni nach Dauerkritik von Aktionären zurückgetretenen Dick Costolo übernommen hatte, sieht deshalb noch viel Luft nach oben: „Wir sind mit unserem Wachstum nicht zufrieden“, kommentierte er.

Twitter steckt in einer Übergangsphase, bis ein neuer Vorstandschef gefunden ist. Spekulationen, Dorsey, der das Unternehmen bereits in der Vergangenheit geführt hatte, könnte dauerhaft übernehmen, hatten sich nicht bestätigt. Dorsey leitet parallel auch noch den Bezahldienst Square, der laut US-Medien vor dem Börsengang steht.

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