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26.03.2014

01:46 Uhr

Datenbrille

Der nächste Milliardendeal von Facebook

Das weltgrößte soziale Netzwerk glaubt an eine Brille als „Plattform der Zukunft“. Facebook kauft daher den Macher einer neuen Datenbrille für ein Paket aus Aktien und Barem - im Wert von etwa zwei Milliarden Dollar.

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BangaloreNach der Übernahme von WhatsApp hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg den nächsten milliardenschweren Zukauf eingefädelt. Er blättert insgesamt bis zu 2,3 Milliarden Dollar (1,7 Mrd Euro) für Oculus VR hin, einen Spezialisten für Datenbrillen, mit denen sich virtuelle Welten darstellen lassen.

„Mobile Geräte sind die Plattform der Gegenwart; wir bereiten uns auf die Plattformen der Zukunft vor“, begründete Zuckerberg am Dienstag den Zukauf. „Oculus hat die Chance, die sozialste Plattform aller Zeiten zu erschaffen und damit die Art und Weise zu verändern, wie wir arbeiten, spielen und kommunizieren.“

Cyberbrille Oculus Rift

Zubehör für Spieler...

Die Cyberbrille Oculus Rift ist konzipiert als Zubehör für Spieler. Mit diesem Gerät sollen sie in dreidimensionale virtuelle Welten abtauchen können.

... und Helfer für die Forschung

Die Cyberbrille eignet sich aber theoretisch auch für Ausbildung, Forschung und Entwicklung. So können sich Designer und Ingenieure mit dem Gerät anschauen, wie ihre digital erstellten Konstruktionen wirken. Oder Medizinstudenten können am virtuellen Objekt üben.

Anschub per Kickstarter

Die Firma Oculus VR hat sich in einer Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Kickstarter 2,5 Millionen Dollar gesichert – nur wenige Projekte haben mehr Geld einsammeln können.

Üppige Finanzierung

Das Start-up hat auch nach der Kickstarter-Kampagne üppige Starthilfen bekommen – seit der Gründung im Sommer 2007 gut 93 Millionen Dollar. Zu den Geldgebern gehört auch der im Silicon Valley legendäre Fonds Adreessen Horowitz.

Improvisiert mit Klebeband

Falls der Hersteller Oculus VR Erfolg haben sollte, wird es irgendwann zur Firmenlegende gehören: Die erste Version der Cyberbrille war sehr improvisiert – und bestand zu nicht unwesentlichen Teilen aus Klebeband.

Große Unterstützung

Viele Entwickler sind von der Oculus Rift begeistert und schreiben bereits Programme dafür – schwerpunktmäßig Spiele, aber auch andere Anwendungen. Das zeigt das Potenzial der Oculus Rift.

Das junge Unternehmen hatte zuletzt mit seiner Datenbrille „Oculus Rift“ für Schlagzeilen gesorgt, die im Sommer erscheinen soll. Die Entwicklung des Geräts und der dahinterliegenden Plattform soll auch unter der Ägide von Facebook weitergehen. Die Firma hat bisher mehr als 75.000 Bestellungen für ihre Rift-Videobrille, die für 350 Dollar pro Stück in den Verkauf gehen soll.

Zu den Rivalen gehört der japanische Elektronikriese Sony mit seinem „Project Morpheus“. Nutzer der Playstation 4 können sich mit dieser Brille in die virtuelle Spielewelt einklinken.

Kommentare (4)

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26.03.2014, 08:40 Uhr

Und was machen unsere Leute?

Bauen Windmühlen, Biogasanlagen und Solardächer, als ob die Steinzeit näher rücken würde.

Na, jedenfalls hat dann der Rest der Welt was zu lachen. Hofnarren und Hanswurste braucht man immer.

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26.03.2014, 09:28 Uhr

Nein, wir kaufen die Oculus und schauen das schöne heile Europa durch diese Brille an.

Account gelöscht!

26.03.2014, 10:29 Uhr

Dann war das wohl ihr Bewerbungsschreiben?

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