Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.02.2016

18:17 Uhr

Datenschutz in den sozialen Medien

Facebook muss 100.000 Euro Ordnungsgeld zahlen

Verbraucherschützer haben einen Teilerfolg gegen Facebook errungen. Das Landgericht Berlin verdonnerte das US-Unternehmen zu einem Ordnungsgeld von 100.000 Euro – wegen nicht zulässiger Geschäftsbedingungen.

Eine Facebook-Sprecherin hat angekündigt, das Unternehmen wolle das Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 Euro zahlen. dpa

Facebook

Eine Facebook-Sprecherin hat angekündigt, das Unternehmen wolle das Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 Euro zahlen.

BerlinIm Streit über Datenschutz mit den Internet-Netzwerk Facebook verbuchen Verbraucherschützer einen Punktsieg. Der US-Konzern erklärte sich nach Angaben einer Sprecherin von Montag bereit, ein Ordnungsgeld in Höhe von 100.000 Euro zu zahlen.

Damit werde eine vom Landgericht Berlin ausgesprochene Strafe beglichen, die auf eine Klage des Bundesverbandes der Verbrauchschutzzentralen (vzbv) zurückgeht. Nach Darstellung von Facebook hat das Gericht die Strafe erlassen, da sich der Konzern aus Sicht der Richter zu lange Zeit mit einer Klarstellung seiner Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelassen habe.(Az: 16 O 551/10)

Das Landgericht Berlin bestätigte die Verhängung eines Ordnungsgeldes gegen Facebook durch eine Gerichtssprecherin. Das Unternehmen habe nun zwei Wochen Zeit, um gegen das Urteil vorzugehen, sagte sie. Andernfalls wird es rechtskräftig.

Facebook in Zahlen

Tägliche Nutzer

Im Dezember 2015 griffen jeden Tag 1,04 Milliarden Nutzer auf den Facebook-Dienst zu, davon 934 Millionen von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets.

Quelle: das Unternehmen.

Monatliche Nutzer

Pro Monat waren es im Dezember 2015 1,59 Milliarden Nutzer bei Facebook aktiv, 14 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Videos

Täglich werden über vier Milliarden Videos auf der Facebook-Plattform abgerufen.

Kurznachrichten

Nutzer von Facebook-Apps verschicken täglich 45 Milliarden Kurzmitteilungen. Dem Konzern gehört neben dem Facebook Messenger auch der Dienst WhatsApp.

Instagram

Die Foto-Plattform Instagram wird jeden Monat von 400 Millionen Nutzern besucht.

Der vzbv hatte Facebook vorgeworfen, in seinen AGB gegen Verbraucherrechte zu verstoßen. Zudem habe Facebook gerichtliche Auflagen zur Änderung der AGB ignoriert. Demnach geben Facebook-Nutzer mit ihrer Zustimmung zu den AGB dem Konzern ein weitreichendes Nutzungsrecht. Damit könne das Unternehmen geistiges Eigentum seiner Nutzer - etwa hochgeladene Fotos oder Videos - weltweit verwerten.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×