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29.11.2011

20:24 Uhr

Datenschutz-Probleme

US-Handelsaufsicht geht gegen Facebook vor

VonAxel Postinett

Mit seinen beharrlichen Verstößen gegen den Datenschutz hat Facebook die US-Handelsaufsicht FTC auf den Plan gerufen. Diese verlangt nun harte Konsequenzen.

Die Schatten von Jugendlichen vor dem Schriftzug von Facebook. dpa

Die Schatten von Jugendlichen vor dem Schriftzug von Facebook.

San FranciscoSchluss mit den Wild-West-Manieren: Die US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) hat der weltgrößten Social-Networkingseite Facebook verbindliche Auflagen für einen besseren Datenschutz gemacht. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Palo Alto hat dem zugestimmt, um ein förmliches Verfahren zu vermeiden und wird zusätzlich auf Dauer von 20 Jahren seine Datenschutzpraxis durch unabhängige Experten überprüfen lassen. Eine ähnliche Vereinbarung zum Datenschutz wurde 2010 bereits mit Google getroffen. Durch die Einigung mit der Aufsichtsbehörde gewinnt Facebook zusätzliche Sicherheiten für den Geschäftsbetrieb, was sich positiv auf einen kommenden Börsengang auswirken kann, so Analysten.

Kein Internet-Unternehmen hat eine solche Historie an beharrlichen Datenschutzverletzungen wie Facebook. Es wurden wiederholt falsche Versprechungen zum Datenschutz gemacht, rügt die Aufsichtsbehörde,  gegebene Versprechen gebrochen und Änderungen in den Datenschutzeinstellungen der Nutzer vorgenommen, ohne deren Erlaubnis einzuholen. Die Liste der Vorwürfe gegen das 2004 von Mark Zuckerberg gegründete Unternehmen ist lang, und die Anwürfe wiegen schwer. „Facebook ist verpflichtet, die Zusagen zum Datenschutz einzuhalten, die es seinen hunderten Millionen Nutzern gemacht hat“, so Jon Leibowitz, Chairman der FTC. „Innovationen dürfen nicht auf Kosten der Privatsphäre der Konsumenten gehen. Die Maßnahmen der FTC werden das sicherstellen.“

Im Detail wird Facebook untersagt, in Zukunft irreführende Angaben zur Datensicherheit und der Weitergabe von Daten zu machen. So hat Zuckerberg früher versprochen keine persönlichen Informationen mit Werbetreibenden zu teilen und es dann trotzdem getan. „Apps“, kleine Zusatzprogramme, sollten angeblich nur auf wenige Informationen zugreifen dürfen, in Wahrheit jedoch konnten sie sich praktisch frei im Datenbestand bedienen.

Kommentare (2)

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30.11.2011, 05:14 Uhr

Keine Ahnung warum Menschen so dumm sein koennen, ihr ganzes Leben einem solchen Unternehmen anzuvertrauen. Da wir nie etwas vergessen was jemals reingestellt wurde. Und wartet bis die Gesichtserkennung bei Bildern besser wird.

Ich nutze Facebook natuerlich nicht und ich warne jeden Bekannten davor, ein Bild reinzustellen wo ich auch drauf bin. Gleiches gilt fuer diese Online-Bilddatenbanken.

Ich habe keine Lust, dass man bald mein Gesicht mit meinem Namen verbindet und unter Google oder sonst wo alle Fotos von mir im Internet finden kann.

Account gelöscht!

30.11.2011, 09:51 Uhr

m.E. nach ist es jedem selbst überlassen, was er über sich preis gibt und was nicht. Ich nutze fb. Jedoch ohne iwelche relevanten Daten angegeben zu haben. Leute die mich kennen kennen mich halt und Fremde finden mich nicht. Zur Gesichtserkennung kann ich nichts sagen, nur, dass ich ebenfalls versuche nicht allzuviele Bilder von mir erscheinen zu lassen, bzw links unterbinde.

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