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23.01.2015

15:01 Uhr

Debatte über Medien

„Lügenpresse“, wie wir das sehen

VonTina Halberschmidt

Viele Zeitungen werden zurzeit als „Lügenpresse“ beschimpft. Woher kommt das schwindende Vertrauen in die Medien? Das Handelsblatt hat seine Leser gefragt und antwortet auf immer wiederkehrende Kritikpunkte.

"Lügenpresse" ist das "Unwort des Jahres 2014". dpa

"Lügenpresse" ist das "Unwort des Jahres 2014".

Über das Unwort des Jahres 2014 wurde in den vergangenen Tagen viel gesprochen. Viele Fans der Handelsblatt-Facebook-Page haben geschrieben, „Lügenpresse“ sei kein „Unwort“, denn die Presse lüge tatsächlich. Sie hätten das Vertrauen in die Medien grundsätzlich verloren.

Wir wollten mit den Nutzern diskutieren und haben gefragt: Vertrauen Sie „den“ Medien tatsächlich nicht mehr - und wenn nein, warum nicht? Was verstehen Sie unter einer „freien und unabhängigen Presse“? Und: Was wünschen Sie sich ganz konkret von uns, Ihrer Handelsblatt-Redaktion?

Mehr als 300 Leser haben sich an der Diskussion beteiligt. Auf Facebook haben wir bereits zu einigen Fragen direkt Stellung bezogen. Immer wieder wurden aber Kritikpunkte geäußert, auf die wir jetzt nochmal besonders eingehen wollen.

Auf den folgenden Seiten beantworten Kollegen aus der gesamten Handelsblatt-Redaktion – von Handelsblatt-Online-Chef Oliver Stock bis hin zu Thorsten Giersch, Mitglied der Chefredaktion von Handelsblatt Online – Ihre Fragen und äußern sich zu Ihrer Kritik.

Kommentare (110)

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Frau Helga Trauen

23.01.2015, 15:18 Uhr

Der Begriff "Lügenpresse" mag von Goebbels eingeführt worden sein - aber das ist einerlei für mich. Der Begriff mag unangemessen sein. Nicht unangemessen ist allerdings die Gewissheit, daß die Mainstreammedien in Paradigmen geistig gefangen sind, die heute völlig obsolet sind. Ob es die Transaltantiker sind (ich bin auch eine - allerdings nicht bezogen auf die US-Administration, sondern auf Persönlichkeiten von Ron Paul, die miterleben, wie die wunderbare US-Verfassung verbogen wird - wie schon von 100 Jahren vorausgesehen). Ob es die Ukraineberichterstattung ist, die verlogener nicht sein kann - da paßt der Begriff hervorragend. Wenn es um das Nachplappern der offiziösen US-Mitteilungen bezüglich der Wirtschaftsentwicklung geht. Wenn es das Nachplappern der euromanen Glaubensbekenntnisse geht. Wenn es darum geht, den allfällig sichtbaren Rechtspositivismus zu ignorieren.... dann weiß ich, der Begriff "Lügenpresse" ist nicht unbereichtigt...

Herr Rudolf Riedl

23.01.2015, 15:28 Uhr

Frau Trauen,

Ihr Kommentar könnte nicht besser sein. Vor allem das Thema Rechtspopulismus ist in der Presse alles, was nicht in den aktuellen Mainstream passt.

Insofern ist der Begriff "Lügenpresse" absolut richtig.

Was ich vermisse sind die Analyse guter Wirtschaftszusammenhänge, das meiste an Redaktionsartikeln bleibt leider an der Oberfläche.

Frau Annette Bollmohr

23.01.2015, 15:34 Uhr

"... Gewissheit, daß die Mainstreammedien in Paradigmen geistig gefangen sind,..."

Liebe Frau Trauen,

was verstehen Sie denn unter "Gewissheit"?

Eine allgemein als solche anerkannte unwiderlegbare Tatsache, oder Ihre subjektive Meinung?

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