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11.08.2012

15:59 Uhr

„Der Medicus“

Deutsches Millionengeschäft mit dem Film

VonHans-Peter Siebenhaar

Die Filmgesellschaft Ufa investiert 26 Millionen Euro in die Verfilmung des Literatur-Bestsellers „Der Medicus“. Gedreht wird auf Englisch, die Vermarktung ist international. Ein britischer Filmstar dient als Zugpferd.

Die Schauspieler Tom Payne als Rob Cole (l) und Ben Kingsley als Ibn Sina posieren in Köln anlässlich der Dreharbeiten zu „Der Medicus“. dpa

Die Schauspieler Tom Payne als Rob Cole (l) und Ben Kingsley als Ibn Sina posieren in Köln anlässlich der Dreharbeiten zu „Der Medicus“.

KölnEin abgeschlagener Schädel mit pechschwarzem Haar liegt inmitten einer Blutlache. Das Körperteil wurde im bezaubernden Ambiente des weitläufigen Palasts des Schahs von Persien zentimetergenau platziert. Im Studio 54 der Kölner MMC-Studios überlässt Regisseur Philipp Stölzl, der sich mit dem Bergdrama „Nordwand“ einen Namen gemacht hat, nichts dem Zufall.

Denn bei der Verfilmung von Noah Gordons Bestseller „Der Medicus“ geht es um sehr viel Geld. 26 Millionen Euro investiert Ufa Cinema, die Filmtochter des Medienkonzerns Bertelsmann, in ihr bislang größtes Kinoprojekt. Internationale Filmstars wie Ben Kingsley („Gandhi“), Stellan Skarsgard („Melancholia“) und Olivier Martinez („Untreu“) wurden eingekauft.

Ufa-Chef Wolf Bauer hat lange um das teure Projekt gekämpft. Jahrelang besaß der Arzt und Bestseller-Autor Dietrich Grönemeyer, Bruder des Musikers Herbert Grönemeyer, die Filmrechte an dem Erfolgsroman. Doch aus den hochfliegenden Plänen einer Verfilmung wurde trotz zahlreicher Anläufe nichts. Schließlich waren die Rechte wieder frei, Bauer griff zu.

Die Abenteuergeschichte hat das Zeug zu einem Kassenknüller. Denn die literarische Vorlage war mit über 21 Millionen verkauften Büchern ein Welterfolg. Allein in Deutschland gingen sechs Millionen Exemplare über den Ladentisch.

Die Verfilmung ist ein Projekt der Superlative. Allein in das Set im Kölner Studio 54 investierte die UFA 800.000 Euro. Nach historischen Vorlagen wurde der persische Palast des 11. Jahrhunderts unter der Beratung von Geschichtswissenschaftlern nachgebaut.

Vor der Halle stehen Lastwagen voll mit opulenten historischen Kostümen. Es ist der 34. Drehtag von insgesamt 63. Bald geht es nach Marokko. Dort sollen die Dreharbeiten im September beendet werden.

Kommentare (1)

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Nati

13.09.2013, 00:19 Uhr

Die Figuren passen nicht mit den Schaudpielern überein. Kommt mir vor als könnten Regisseure nicht lesen. Pffffff. Immer wieder das Gleiche. Buch super - Verfilmung mangelhaft.
Vorfreude dahin gerafft

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