Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.04.2014

16:19 Uhr

Der Medien-Kommissar

Das Ende ist der Anfang

VonHans-Peter Siebenhaar

Das lange erwartete Aus für „Wetten, dass …?“ ist für das ZDF eine Chance für Unterhaltung mit mehr Anspruch am Samstagabend. Das Zweite braucht Innovationen, wenn es nicht vergreisen will.

Handelsblatt-Korrespondent Hans-Peter Siebenhaar wirft wöchentlich einen Blick auf die Medienbranche.

Der Medien-Kommissar

Handelsblatt-Korrespondent Hans-Peter Siebenhaar wirft wöchentlich einen Blick auf die Medienbranche.

Gleich vorweg: Die Entscheidung des ZDF-Intendanten Thomas Bellut, die Samstagabend-Show „Wetten, dass …?“ abzusetzen, war überfällig. Der Niedergang der Quoten, die langweiligen Wetten und die Besetzung der Couch mit B-, C- und D-Promis katapultierten die einst erfolgreichste Unterhaltungsshow nach 33 Jahren ins Abseits. Der ZDF-Spitze blieb am Ende gar nichts anderes übrig, als den Stecker zu ziehen.

Die Entscheidung Belluts ist aber auch mutig. Denn das ZDF hat auf die Schnelle keinen schnellen Ersatz für „Wetten, dass …?“. Kann überhaupt „Wetten, dass …?“ durch ein neues Show-Format substituiert werden kann? Zweifel sind angebracht. In Zeiten der vielen digitalen Bildschirmen – vom TV-Screen über iPad und Computer bis hin Handy – ist ohnehin die Zeit für die klassische Familienshow nach dem Vorbild von „Wetten, dass …?“ abgelaufen.

Die Entscheidung der ZDF-Granden, am Ende des Jahres mit „Wetten, dass …?“ Schluss zu machen, ist vor allem wirtschaftlich richtig. Jede Live-Ausgabe mit Markus Lanz und seinen Geschäftspartner, dem Hamburger Produzent Markus Heidemanns, kostet rund 2,5 Millionen Euro. Das ist zu viel Geld für eine Zuschauerzahl, die mit deutlich geringeren finanziellen Aufwand auch anders sehr gut unterhalten werden kann. Der Erfolg der ARD mit ihrer Krimiserie „Tatort“, die oft jenseits von zehn Millionen Zuschauern liegen, ist dafür ein Beispiel.

Das Ende ist der Anfang – das gilt gerade für das ZDF und sein Samstagabendprogramm. Der Zuschauer und Gebührenzahler muss dem Totengräber der Samstagabend-Show, Markus Lanz, dankbar sein, dass durch das lange erwartete Aus für „Wetten, dass …?“  endlich Platz für neue Unterhaltungsideen im Zweiten frei geworden ist.

Denn frische Ideen und Projekte braucht das ZDF dringend, wenn es auf Dauer nicht vergreisen will. Schon heute beträgt das Durchschnittsalter im Zweiten stolze 60 Jahre. Das heißt im Umkehrschluss, das ZDF sendet nur noch für eine Minderheit in der Gesellschaft, obwohl seit Anfang vergangenen Jahres alle für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zahlen müssen.

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

07.04.2014, 17:10 Uhr

Frau Merkel will ja dass sich die Deutschen wie einem Pflegeheim vorkommen.

Psychoterror und Hypnose zugleich, die das GEZ-TV im Auftrage der Politik ausführt.

Account gelöscht!

07.04.2014, 17:12 Uhr

"
Krise in der Ukraine Putin warnt Organisationen vor „destruktiven Taten“

07.04.2014 · Präsident Putin droht in einer Rede vor dem Inlandsgeheimdienst den Nichtregierungsorganisationen in Russland. Sie hätten in der Ukraine nationalistische Gruppen finanziert und den Machtwechsel in Kiew forciert. ..."

http://www.faz.net/aktuell/politik/krise-in-der-ukraine-putin-warnt-organisationen-vor-destruktiven-taten-12884074.html

Ganz genau, die CDU-Konrad-Adenauer-Stiftung und Heinrich-Böll-Stiftung finanzieren "künstliche Aufstände" im Ausland. Als Deutscher schämt man sich in Grund und Boden !!

Account gelöscht!

07.04.2014, 17:35 Uhr

"Wetten dass " ist nur eine Plattform zum Antreten der überzuckerten "Gutdünker-Promies", Angelina Jolie, Brad Pitt, Madonna, Lady Gaga, Sting, diese ganzen Welten-Retter .... die immer in Deutschland gefeiert und hofiert werden wollen.

Dann einen Bambi hinterhergeschmissen bei der Berlinale jedes Jahr.

Ekelhaft. Wer guckt den Müll ?? Ausser Senioren 70+ ??

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×