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20.08.2013

08:57 Uhr

Details durchgesickert

Samsungs Computer-Uhr soll Kamera haben

Im Wettlauf der Smartphone-Riesen um das Geschäft mit Computer-Uhren scheint Samsung das Rennen zu machen. Die Daten-Uhr soll am 4. September vorgestellt werden. Ein Technologie-Blog will indes neue Details über die Smartwatch erfahren haben.

Auch Apple arbeitet laut Medienberichten an einer Computer-Uhr, Samsung würde mit dem Start in Berlin als erster der beiden größten Smartphone-Hersteller in das Geschäftsfeld vorstoßen. Reuters

Auch Apple arbeitet laut Medienberichten an einer Computer-Uhr, Samsung würde mit dem Start in Berlin als erster der beiden größten Smartphone-Hersteller in das Geschäftsfeld vorstoßen.

New YorkWenige Tage vor der erwarteten Vorstellung bei der IFA in Berlin sind neue Details über die Computer-Uhr von Samsung durchgesickert. Die Smartwatch Galaxy Gear werde einen berührungsempfindlichen Bildschirm mit einer Diagonale von etwa 2,5 Zoll (6,3 cm) haben, berichtete das angesehen Technologie-Blog „GigaOM“ in der Nacht zum Dienstag. Vorgesehen seien auch kleine Lautsprecher und eine Kamera im Armband, hieß es unter Berufung auf mehrere Quellen.

Nach bisherigen Informationen will Samsung die Daten-Uhr am 4. September vorstellen. Das Gerät soll mit dem Google-Betriebssystem Android laufen und sich mit den populären Galaxy-Smartphones des Unternehmens verbinden können.

Laut „GigaOM“ bekommt die Uhr einen Bewegungssensor, der sie automatisch aktiviert, wenn sie zu den Augen geführt wird. Ein NFC-Funkchip solle für schnellen Datenaustausch und Identifikation sorgen, über Bluetooth verbinde sich das Gerät mit Smartphones. Der Bildschirm mit einer Auflösung von 320 mal 320 Pixeln solle die üblichen Wisch-Bewegungen unterstützen, aber wegen der Größe wohl keine Text-Eingabe. In Inneren stecke ein Doppelkern-Prozessor, der eine „recht ordentliche“ Batterielaufzeit erlaube. Sensoren sollten den Einsatz als Fitness-Accessoire ermöglichen.

Smartwatches

Wenn die Uhr schlau wird

Bis vor wenigen Jahren waren Telefone und Computer in der Größe einer Armbanduhr nur Fiktion – „Knight Rider“ lässt grüßen. Doch die Chips werden immer kleiner, leistungsfähiger und billiger. Damit werden Geräte wie Smartwatches technisch möglich und erschwinglich.

Trend zum „Wearable Computing“

Smartwatches sind Teil eines Trends: Computer werden immer kleiner und damit auch immer tragbarer. Neben intelligenten Uhren gibt es beispielsweise auch Fitnessarmbänder und Brillen, die mit Informationstechnologie aufgerüstet sind. Google Glass ist ein bekanntes Beispiel. Die Technologiebranche spricht vom „Wearable Computing“ – und hofft auf einen Wachstumsmarkt.

Ergänzung zum Smartphone...

Was ist überhaupt eine Smartwatch? Der Begriff ist schwer zu fassen. Grundsätzlich gibt es zwei Kategorien. Die meisten Modelle funktionieren nicht eigenständig, sondern sind eine Erweiterung fürs Smartphone und zeigen Termine, E-Mails oder eingehende Anrufe an. Die Daten werden in der Regel per Bluetooth übertragen.

... und Ersatz fürs Handy

Während die meisten Smartwatches eine Erweiterung fürs Smartphone sind, sollen ein paar Modelle das Handy ganz ersetzen. Sie haben ein Mobilfunk-Modul, das Telefonate und die Übertragung von Daten erlaubt. Das gilt etwa für die Gear S von Samsung.

Assistent und Freisprecher

Die Geräte sind unterschiedlich ausgestattet. Einige fungieren als diskrete Sekretäre – sie erinnern an Termine, zeigen eigehende E-Mails an und vermelden Telefonanrufe. Andere eignen sich auch als Freisprecheinrichtung oder als kompaktes Navigationsgerät. Unter Sportlern beliebt sind Spezialgeräte, die den Puls und die Laufstrecke messen.

Der Akku als Schwachpunkt

Die Laufzeit ist bei allen Smartwatches ein Problem: Weil die Geräte so klein sind, lässt sich darin kein großer Akku unterbringen. Daher sind viele Modelle nicht besonders ausdauernd – je nachdem welche Display-Technologie zum Einsatz kommt.

Start-ups und Konzerne

Diverse Unternehmen haben bereits Smartwatches auf den Markt gebracht – Start-ups wie Weltkonzerne. Zu den kleinen Anbietern zählt das Unternehmen Pebble, das über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter seine Anschubfinanzierung gesichert hat. Zahlreiche Elektronikhersteller haben ebenfalls Computer-Uhren entwickelt, von Sony als einem der Pioniere bis zu Apple mit der Apple Watch.

Gerüchte um Apple

Offiziell ist noch nichts, doch Gerüchten zufolge arbeitet Apple an einer Smartwatch. Den Namen „iWatch“ hat das Unternehmen offenbar bereits in mehreren Ländern schützen lassen. 100 Entwickler sollen an dem Geheimprojekt beteiligt sein. Auch Microsoft wird großes Interesse an diesem Markt nachgesagt. Google bestätigte, ein Start-up mit Smartwatch-Technologie übernommen zu haben. Der Wettbewerb dürfte also hart werden.

Schwierige Prognose

Wie sich junge Märkte entwickeln, ist schwierig zu prognostizieren – die Vorhersagen für Smartwatches gehen weit auseinander. Während die Marktforschungsfirma IDC ein rapides Wachstum voraussagt, erwarten Forrester und NPD Displaysearch eine baldige Abkühlung des Marktes.


Auch Apple arbeitet laut Medienberichten unter Hochdruck an einer Computer-Uhr, Samsung würde mit dem Start in Berlin als erster der beiden größten Smartphone-Hersteller in das Geschäftsfeld vorstoßen. Bisher sind mehrere Daten-Uhren kleinerer Anbieter auf dem Markt.

Von

dpa

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