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01.02.2008

14:50 Uhr

Deutsche Standorte bleiben erhalten

NSN plant keinen weiteren Jobabbau

Der Telekommunikationskonzern Nokia Siemens Networks (NSN) will seine Standorte in Deutschland erhalten. Über den bereits angekündigten Abbau von 9 000 Stellen - 2 300 davon in Deutschland - hinaus soll es keine Stellenstreichungen geben.

HB MüNCHEN. Der Telekommunikationskonzern Nokia Siemens Networks (NSN) will seine Standorte in Deutschland erhalten. „Es liegen keine Pläne in der Schublade, unsere Fertigung in Deutschland oder andere hiesige Niederlassungen zu schließen“, sagte Unternehmenschef Simon Beresford-Wylie der „Wirtschaftswoche“. Über den bereits angekündigten Abbau von 9 000 Stellen hinaus, werde es keine Stellenstreichungen geben.

Das im April 2007 gestartete Gemeinschaftsunternehmen von Nokia und Siemens hatte angekündigt, von weltweit 60 000 Stellen würden 9 000 abgebaut. In Deutschland sind davon rund 2 300 Mitarbeiter betroffen. Beresford-Wylie schloss aber sogar einen Stellenaufbau nicht aus: „Vier große Netzbetreiber in Deutschland zählen bereits zu unseren Kunden“, sagte er. „Wenn weitere Netzbetreiber Teile ihres Geschäfts zu uns auslagern, könnte die Zahl der Mitarbeiter sogar wieder steigen.“

Zuletzt hatte das Gemeinschaftsunternehmen in der Nokia-Gesamtbilanz einen operativen Verlust von 120 Mill. Euro ausgewiesen. Beresford-Wylie zeigte sich dennoch optimistisch, Ende 2009 eine „zweistellige operative Marge“ zu erreichen. Vor allem im Dienstleistungsgeschäft erwarte er ein Wachstum von etwa sieben Prozent, erklärte er.

Angesichts des Siemens-Korruptionsskandals erklärte der NSN-Chef, das Gemeinschaftsunternehmen habe sich hohen ethischen Ansprüchen verschrieben und bisher keine Korruptionsfälle entdeckt. „Wir haben bis jetzt jedenfalls keine rauchende Colts mehr gefunden“, sagte Beresford-Wylie. Siemens hatte mit seiner Netzsparte, das am heftigsten von der Schmiergeldaffäre betroffene Geschäftsfeld in das Gemeinschaftsunternehmen eingebracht.

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