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19.10.2015

15:09 Uhr

Deutsche Telekom

500 Millionen Euro für Frequenzen in Polen

Die Deutsche Telekom zahlt für neue Mobilfunkfrequenzen in Polen rund eine halbe Milliarde Euro. Ein Konkurrenzunternehmen greift bei der Vergabe noch tiefer in die Tasche.

2,1 Milliarden Zloty, umgerechnet rund 496 Millionen Euro, legt die Telekom für neue polnische Frequenzen auf den Tisch. dpa

Deutsche Telekom

2,1 Milliarden Zloty, umgerechnet rund 496 Millionen Euro, legt die Telekom für neue polnische Frequenzen auf den Tisch.

WarschauDie Deutsche Telekom zahlt für neue Mobilfunkfrequenzen in Polen knapp eine halbe Milliarde Euro. Die Telekom-Tochter T-Mobile Polska habe auf einer Versteigerung Spektrum für 2,1 Milliarden Zloty (496 Millionen Euro) gekauft, teilte die Regulierungsbehörde UKE mit.

Insgesamt spülte die monatelange Auktion dem polnischen Staat 2,2 Milliarden Euro in die Kassen – das ist sechs Mal mehr als anfangs erwartet. Weitere Bieter waren die Tochter des französischen Telefon-Konzerns Orange, die mit 760 Millionen Euro am meisten Geld auf den Tisch legte, sowie die Mobilfunknetzbetreiber Polkomtel und P4.

Fakten zur Telekom

Spitzenreiter in Europa

Die Deutsche Telekom ist mit einem Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro eines der größten europäische Telekommunikationsunternehmen. Der Konzern beschäftigt rund 220.000 Mitarbeiter. Größte Tochter mit mehr als 22 Milliarden Euro Umsatz ist Telekom Deutschland. Außerdem ist die Deutsche Telekom in 12 weiteren Ländern vertreten.

Ein Erbe der Bundespost

Hervorgegangen ist der Konzern aus der Deutschen Bundespost. Um das Staatsunternehmen wettbewerbsfähig zu machen, wurde es von 1990 an in die Geschäftsbereiche Telekom, Postdienst und Postbank aufgeteilt und schrittweise privatisiert. Seit 1995 ist die Deutsche Telekom eine Aktiengesellschaft.

Ein Global Player ...

Der erste Vorstandsvorsitzende Ron Sommer versuchte, den ehemaligen Staatsbetrieb mit Zukäufen in aller Welt zum „Global Player“ zu machen. Heute ist die Deutsche Telekom in 50 Ländern vertreten und erlöst mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland.

... mit Hoffnung auf die USA

T-Mobile US tat sich gegen die Marktführer AT&T und Verizon lange schwer. Seit dem Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS und unter der Führung des CEOs John Legere, ist die Kundenzahl wieder deutlich gewachsen, der Umsatz ebenso. Allerdings stehen auch hohe Investitionen an.

AG mit Staatsbeteiligung

Bei mehreren Börsengängen nahm die Telekom Milliarden ein. Dennoch ist der Staat immer noch beteiligt: Die Staatsbank KfW und der Bund halten zusammen 31,7 Prozent der Anteile. Der Anteil der einst hofierten Privatanleger ist auf unter 15 Prozent gefallen, den Rest halten institutionelle Anleger.

Polen ist mit 15,7 Millionen Handykunden einer der größten Märkte für die Telekom in Osteuropa. Voriges fuhren die Bonner dort bei 1,5 Milliarden Euro Umsatz 580 Millionen Euro Betriebsgewinn ein.

Wegen der Beliebtheit von Smartphones und Tablet-Computern sind Frequenzen begehrt: Nach einer Auktion in Deutschland im Frühsommer konnte sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble über zusätzliche Einnahmen von 5,1 Milliarden Euro freuen. Ein Teil der Erlöse wandert in den Breitbandausbau.

Von

rtr

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