Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

18.01.2006

21:28 Uhr

Deutsche Telekom

Gespräche über Personalabbau vertagt

Die Deutsche Telekom und die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi haben ihre Gespräche über den geplanten Personalabbau im Konzern am Mittwoch erneut vertagt. Die Vorstellungen von Unternehmen und Arbeitnehmerseite sind noch zu unterschied.

HB FRANKFURT. Die Gespräche würden am 2. und 3. Februar fortgesetzt, teilte die Gewerkschaft Verdi im Anschluss an die zweite Verhandlungsrunde in dieser Woche mit. Zum Inhalt der Gespräche hätten beide Seiten Stillschweigen vereinbart. „Es handelt sich um außerordentlich schwierige Verhandlungen“, sagte Verdi-Vizechef Franz Treml lediglich. Die Gewerkschaft werde den Gesprächsstand nun zunächst intern bewerten.

Ende November waren die Verhandlungen über den Personalabbau auf Vorschlag von Verdi unterbrochen worden. Wenige Tage später hatte die Gewerkschaft den Tarifvertrag über Arbeitszeitkonten gekündigt und sich damit den Weg für einen Streik eröffnet.

Ein mit der Telekom auszuhandelnder neuer Tarifvertrag soll nach den Vorstellungen von Verdi unter anderem einen Schutz der Beschäftigten vor besonderen Belastungen enthalten. Außerdem will die Gewerkschaft Lebensarbeitszeitmodelle vereinbaren.

Die Telekom will sich bis Ende 2008 von 32 000 Mitarbeitern in Deutschland trennen. Der Vorstand bezeichnet den Abbau von fast einem Fünftel der Belegschaft im Inland als notwendig, um sich auf das veränderte Wettbewerbsumfeld einzustellen. Dem Abbau steht die Einstellung von 6 000 Mitarbeitern gegenüber, die im Vertrieb und für den Aufbau eines Glasfasernetzes eingesetzt werden sollen.

Die Gewerkschaft fordert von der Telekom verstärkte Anstrengungen, um auch mit zusätzlichen Mitarbeitern den Service zu verbessern, und mehr Innovationen. Für die vor der Kündigung stehenden Beschäftigten will Verdi bessere Abfindungs- und Vorruhestandsregelungen sowie eine Verlängerung des vereinbarten Kündigungsschutzes in der Festnetzsparte T-Com über 2008 hinaus erreichen. Der Telekom-Vorstand hatte gesagt, eine Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Kündigungen könne nicht Gegenstand der Verhandlungen sein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×