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26.02.2015

10:31 Uhr

Deutsche Telekom

Höttges lockt Anleger mit höheren Dividenden

Das Geschäft läuft rund, die Aussichten sind gut: Die Telekom verbreitet gute Laune. Was Börsianern besonders gefallen dürfte: Der Telekommunikationsriese stellt höhere Ausschüttungen in Aussicht.

Der Netzbetreiber steigerte seinen Umsatz Ende 2014 kräftig. dpa

Telekom auf Höhenflug

Der Netzbetreiber steigerte seinen Umsatz Ende 2014 kräftig.

Die Deutsche Telekom will ihre Aktionäre in den nächsten Jahren mit höheren Dividenden bei der Stange halten. Die Zahlungen an die Anteilseigner sollten von 2015 bis 2018 im Schnitt jährlich um zehn Prozent zulegen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Die Dividendenprognose sei an das Wachstum des Free Cash Flow gekoppelt. Gleichzeitig verspricht die Telekom bis 2018 eine Mindestgewinnbeteiligung der Aktionäre von 50 Cent je Aktie – genauso viel wie für 2014.

Telekom-Chef Tim Höttges stellt damit gut ein Jahr nach seinem Amtsantritt die Weichen für die nächste Zeit. „Wir haben den Konzern wieder auf Wachstumskurs gebracht und werden diesen Weg konsequent weiter gehen.“ Größter Anteilseigner des Telefonriesen ist mit gut 30 Prozent der Bund. Die T-Aktien fielen um 1,3 Prozent. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen.

Fakten zur Telekom

Spitzenreiter in Europa

Die Deutsche Telekom ist mit einem Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro eines der größten europäische Telekommunikationsunternehmen. Der Konzern beschäftigt rund 220.000 Mitarbeiter. Größte Tochter mit mehr als 22 Milliarden Euro Umsatz ist Telekom Deutschland. Außerdem ist die Deutsche Telekom in 12 weiteren Ländern vertreten.

Ein Erbe der Bundespost

Hervorgegangen ist der Konzern aus der Deutschen Bundespost. Um das Staatsunternehmen wettbewerbsfähig zu machen, wurde es von 1990 an in die Geschäftsbereiche Telekom, Postdienst und Postbank aufgeteilt und schrittweise privatisiert. Seit 1995 ist die Deutsche Telekom eine Aktiengesellschaft.

Ein Global Player ...

Der erste Vorstandsvorsitzende Ron Sommer versuchte, den ehemaligen Staatsbetrieb mit Zukäufen in aller Welt zum „Global Player“ zu machen. Heute ist die Deutsche Telekom in 50 Ländern vertreten und erlöst mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland.

... mit Hoffnung auf die USA

T-Mobile US tat sich gegen die Marktführer AT&T und Verizon lange schwer. Seit dem Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS und unter der Führung des CEOs John Legere, ist die Kundenzahl wieder deutlich gewachsen, der Umsatz ebenso. Allerdings stehen auch hohe Investitionen an.

AG mit Staatsbeteiligung

Bei mehreren Börsengängen nahm die Telekom Milliarden ein. Dennoch ist der Staat immer noch beteiligt: Die Staatsbank KfW und der Bund halten zusammen 31,7 Prozent der Anteile. Der Anteil der einst hofierten Privatanleger ist auf unter 15 Prozent gefallen, den Rest halten institutionelle Anleger.

Der mit 63 Milliarden Euro Jahresumsatz größte europäische Telekomkonzern untermauert das Dividendenversprechen mit der Aussicht auf bessere Geschäfte in wichtigen Märkten. In Deutschland solle die jahrelange Umsatzerosion nächstes Jahr gestoppt werden. 2014 schrumpften die Erlöse hier wegen des harten Preiskampfs mit Kabelnetzbetreibern und DSL-Rivalen wie United Internet um ein Prozent auf 22,3 Milliarden Euro.

Auch im Europa-Geschäft mit seinen zahlreichen Ablegern von Polen bis zum Balkan sollen die Erlöse bis 2017 nicht mehr fallen. Und ein Teil der Wachstumshoffnung fußt auf dem eigentlich ungeliebten Amerika-Geschäft von T-Mobile US.

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