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23.06.2016

15:52 Uhr

Deutsche Telekom

Polnische Tochter investiert massiv in Mobilfunk-Frequenzen

Mit knapp 16 Millionen Handykunden ist Polen einer der lukrativsten Märkte für Mobilfunkkonzerne in Osteuropa. Die Telekom will ihr Engagement ausweiten – und steckt Millionen in den Kauf neuer Frequenzen.

Auch in Polen werden Smartphones und Tablets immer beliebter – ein vielversprechender Markt für die Telekom. dpa

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Auch in Polen werden Smartphones und Tablets immer beliebter – ein vielversprechender Markt für die Telekom.

WarschauDie Deutsche Telekom kauft für knapp eine halbe Milliarde Euro neue Mobilfunkfrequenzen in Polen. Die dortige Telekom-Tochter habe für Mobilfunkspektrum, das von einem kleineren Rivalen nicht genutzt worden war, zwei Milliarden Zloty (rund 460 Millionen Euro) auf den Tisch gelegt, sagte T-Mobile Polska-Chef Adam Sawicki am Donnerstag. Der Wettbewerber NetNet hatte die Frequenzen voriges Jahr auf einer Auktion ersteigert, später dann aber wieder zurückgegeben. Der polnische Telekom-Ableger hatte auf der Versteigerung bereits 500 Millionen Euro auf den Tisch gelegt und damit von allen Netzbetreibern das meiste Geld für Frequenzen ausgeben.

Die Telekom konkurriert in dem Land im Mobilfunk mit Orange Polen, Polkomtel sowie mit der unter der Marke „Play“ bekannten Firma P4. Polen ist mit knapp 16 Millionen Handykunden einer der größten Märkte für die Telekom in Osteuropa. Wegen der Beliebtheit von Smartphones und Tablet-Computern sind Frequenzen begehrt: Nach einer Auktion in Deutschland vor einem Jahr konnte sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble über zusätzliche Einnahmen von 5,1 Milliarden Euro freuen. Ein Teil der Erlöse wandert in den Breitbandausbau.

Fakten zur Telekom

Spitzenreiter in Europa

Die Deutsche Telekom ist mit einem Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro eines der größten europäische Telekommunikationsunternehmen. Der Konzern beschäftigt rund 220.000 Mitarbeiter. Größte Tochter mit mehr als 22 Milliarden Euro Umsatz ist Telekom Deutschland. Außerdem ist die Deutsche Telekom in 12 weiteren Ländern vertreten.

Ein Erbe der Bundespost

Hervorgegangen ist der Konzern aus der Deutschen Bundespost. Um das Staatsunternehmen wettbewerbsfähig zu machen, wurde es von 1990 an in die Geschäftsbereiche Telekom, Postdienst und Postbank aufgeteilt und schrittweise privatisiert. Seit 1995 ist die Deutsche Telekom eine Aktiengesellschaft.

Ein Global Player ...

Der erste Vorstandsvorsitzende Ron Sommer versuchte, den ehemaligen Staatsbetrieb mit Zukäufen in aller Welt zum „Global Player“ zu machen. Heute ist die Deutsche Telekom in 50 Ländern vertreten und erlöst mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland.

... mit Hoffnung auf die USA

T-Mobile US tat sich gegen die Marktführer AT&T und Verizon lange schwer. Seit dem Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS und unter der Führung des CEOs John Legere, ist die Kundenzahl wieder deutlich gewachsen, der Umsatz ebenso. Allerdings stehen auch hohe Investitionen an.

AG mit Staatsbeteiligung

Bei mehreren Börsengängen nahm die Telekom Milliarden ein. Dennoch ist der Staat immer noch beteiligt: Die Staatsbank KfW und der Bund halten zusammen 31,7 Prozent der Anteile. Der Anteil der einst hofierten Privatanleger ist auf unter 15 Prozent gefallen, den Rest halten institutionelle Anleger.

Von

rtr

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