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12.05.2017

12:12 Uhr

Deutsche Telekom

Sprint versucht es noch einmal bei T-Mobile

Softbank-Chef Masayoshi Son startet laut einem Bericht einen neuen Versuch, seinen US-Mobilfunker Sprint mit der Telekom-Tochter T-Mobile zu vereinen. Es wäre ein gigantischer Deal, der den Markt umkrempeln könnte.

Im vergangenen Jahr kam jeder zweite Euro des Telekom-Gesamtumsatzes von 73 Milliarden von der anderen Seite des Atlantiks. dpa

T-Mobile

Im vergangenen Jahr kam jeder zweite Euro des Telekom-Gesamtumsatzes von 73 Milliarden von der anderen Seite des Atlantiks.

Frankfurt, TokioDer japanische Softbank-Konzern startet einem Agenturbericht zufolge einen weiteren Versuch für die Übernahme von T-Mobile US. Softbank, dem der viertgrößte US-Mobilfunkanbieter Sprint gehört, habe informelle Kontakte zur Konzernmutter Deutsche Telekom aufgenommen, um über einen solchen Deal zu reden, berichtet die Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Freitag unter Verweis auf mit der Sache vertraute Personen. Banken seien noch nicht mandatiert worden.

Ein solcher Deal wäre gigantisch: T-Mobile US bringt an der Börse mittlerweile 55 Milliarden Dollar auf die Waage. Die Telekom hält zwei Drittel der Aktien. Die Telekom-Aktien stiegen nach dem Bericht in der Spitze um 3,5 Prozent auf 17,30 Euro. Die Telekom wollte sich nicht dazu äußern. Bei Sprint war unmittelbar keine Stellungnahme zu erhalten.

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Überraschend kommt die angebliche Kontaktaufnahme nicht. Grundsätzlich sei alles möglich, hatte der Chef des japanischen Konglomerats, Masayoshi Son, schon am Mittwoch erklärt. Ein Zusammengehen mit dem von den Bonnern kontrollierten US-Unternehmen sei der schnellste Weg, Synergien zu heben. Dieses Ziel habe er von Anfang an im Auge gehabt, sagte Son. Natürlich komme es auch auf die Gegenseite an und welche Bedingungen diese stelle. Daher sei er auch für andere Optionen offen.

Son hatte die Kontrolle über Sprint 2013 erworben und bereits im Jahr darauf den Plan gefasst, den Netzbetreiber mit T-Mobile US zu fusionieren. Das Vorhaben scheiterte aber am Widerstand der Kartellwächter.

Offenbar hofft Son nun, dass sich das Klima unter der neuen US-Regierung wandelt. Ein Besuch des japanischen Milliardärs bei dem damals noch designierten Präsidenten Donald Trump Anfang Dezember hatte bereits für Spekulationen gesorgt. Bei dieser Gelegenheit wurden Milliardeninvestitionen Sons in den USA angekündigt, die neue Arbeitsplätze schaffen sollen.

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