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24.03.2014

13:36 Uhr

Deutsche Telekom

Streik am Dienstag lähmt Kundenservice

Die dritte Tarifrunde mit der Telekom steht an – zuvor weitet die Gewerkschaft Verdi die Warnstreiks aber noch mal aus. Am Dienstag ist der Service betroffen, für Kunden kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Gewerkschaft will neben einer Gehaltserhöhung von 5,5 Prozent vor allem den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen für die rund 72 000 Beschäftigten durchsetzen. AFP

Die Gewerkschaft will neben einer Gehaltserhöhung von 5,5 Prozent vor allem den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen für die rund 72 000 Beschäftigten durchsetzen.

BonnVor der dritten Telekom-Tarifrunde weitet die Gewerkschaft Verdi die Warnstreiks ab Dienstag aus. Von den Arbeitsniederlegungen sollen bundesweit der Kundenservice und auch die Technikbereiche der Telekom betroffen sein, wie ein Verdi-Sprecher am Montag ankündigte. Dabei könne es bei verschiedenen Telekom-Dienstleistungen zu Verzögerungen kommen. Aufgerufen seien mehrere tausend Beschäftigte.

Bereits in der vergangenen Woche hatten sich nach Angaben der Gewerkschaft rund 13 000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Durch die zunächst lediglich punktuell durchgeführten Aktionen war es jedoch nur zu geringen Beeinträchtigungen der Kunden gekommen.

Fakten zur Telekom

Spitzenreiter in Europa

Die Deutsche Telekom ist mit einem Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro eines der größten europäische Telekommunikationsunternehmen. Der Konzern beschäftigt rund 220.000 Mitarbeiter. Größte Tochter mit mehr als 22 Milliarden Euro Umsatz ist Telekom Deutschland. Außerdem ist die Deutsche Telekom in 12 weiteren Ländern vertreten.

Ein Erbe der Bundespost

Hervorgegangen ist der Konzern aus der Deutschen Bundespost. Um das Staatsunternehmen wettbewerbsfähig zu machen, wurde es von 1990 an in die Geschäftsbereiche Telekom, Postdienst und Postbank aufgeteilt und schrittweise privatisiert. Seit 1995 ist die Deutsche Telekom eine Aktiengesellschaft.

Ein Global Player ...

Der erste Vorstandsvorsitzende Ron Sommer versuchte, den ehemaligen Staatsbetrieb mit Zukäufen in aller Welt zum „Global Player“ zu machen. Heute ist die Deutsche Telekom in 50 Ländern vertreten und erlöst mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland.

... mit Hoffnung auf die USA

T-Mobile US tat sich gegen die Marktführer AT&T und Verizon lange schwer. Seit dem Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS und unter der Führung des CEOs John Legere, ist die Kundenzahl wieder deutlich gewachsen, der Umsatz ebenso. Allerdings stehen auch hohe Investitionen an.

Die Gewerkschaft will neben einer Gehaltserhöhung von 5,5 Prozent vor allem den Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen für die rund 72 000 Beschäftigten durchsetzen. Die Arbeitgeber haben ein Angebot vorgelegt, das über zwei Jahre verteilt insgesamt 3 Prozent mehr Geld vorsieht. Verdi hatte die Offerte umgehend abgelehnt. Die Verhandlungen sollen Donnerstag und Freitag in Hannover fortgesetzt werden.

Der im Mai 2012 abgeschlossene Tarifvertrag für die Telekom-Tarifbeschäftigten war Anfang Februar 2014 ausgelaufen. Er hatte über zwei Jahre verteilt in drei Stufen einen Anstieg um insgesamt 6,5 Prozent gebracht.

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Frische Ideen für die Telekom: Der neue Chef Tim Höttges will innovative Internet-Dienste anlocken. Sie sollen dem Konzern helfen, sich von der Konkurrenz abzusetzen. Denn trotz guter Jahreszahlen ist der Druck groß.

Von

dpa

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