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11.01.2005

12:15 Uhr

Deutschland und Finnland betroffen

Nokia streicht hunderte Arbeitsplätze

Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia will in diesem Jahr zahlreiche Stellen streichen. Nach eigenen Angaben sind mehrere hundert Arbeitsplätze in Deutschland und Finnland betroffen.

HB HELSINKI. Die Stellenstreichungen seien Teil der im November angekündigten Ausgabenkürzungen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, teilte das finnische Unternehmen am Dienstag in Helsinki mit. In Finnland sollen demnach 250 Arbeitsplätze wegfallen. Für Deutschland nannte das Unternehmen zunächst keine Zahl. Unternehmenssprecher Kari Tuutti sagte allerdings der Nachrichtenagentur Reuters, außerhalb Finnlands seien „einige hundert Mitarbeiter“ von den Kürzungen betroffen und dies werde vor allem deutsche Standorte treffen. „Wir können noch nicht sagen, wie viele Stellen in Deutschland abgebaut werden bis Jahresende. Die Planungen dafür laufen derzeit noch, es ist noch nichts endgültig entschieden“, sagte die Sprecherin von Nokia in Deutschland, Birgit Opladen. Der Marktführer unter den Herstellern von Mobiltelefonen beschäftigt in Bochum, Düsseldorf und Ulm zurzeit rund 3400 Menschen, davon ein Drittel in Forschung und Entwicklung.

Nokia hatte im November erklärt, die Kosten für Forschung und Entwicklung bis Ende 2006 auf neun bis zehn Prozent des Umsatzes nach 13 % in 2003 zu reduzieren. Das Unternehmen erhofft sich von dem geplanten Arbeitsplatzabbau nach den Worten Tuuttis erhebliche Einsparungen. Der Sprecher ging aber auch davon aus, dass sie sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres zunächst mit einer Belastung niederschlagen werden. „Das können einige zehn Mill. € sein“, sagte Tuutti.

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