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12.09.2013

12:38 Uhr

Deutschsprachiger Raum

LinkedIn beschleunigt Aufholjagd zu Xing

Das amerikanische Karriere-Netzwerk LinkedIn macht im deutschsprachigen Raum gegenüber dem Platzhirsch Xing immer mehr Boden gut. Xing wächst deutlich langsamer als LinkedIn.

Das weltgrößte Karriere-Netzwerk LinkedIn hat in den deutschsprachigen Ländern kräftig zu Marktführer Xing aufgeholt. dpa

Das weltgrößte Karriere-Netzwerk LinkedIn hat in den deutschsprachigen Ländern kräftig zu Marktführer Xing aufgeholt.

BerlinDas amerikanische Karriere-Netzwerk LinkedIn holt im deutschsprachigen Raum zum Marktführer Xing auf. In den vergangenen zehn Monaten stieg die Kundenzahl um gut ein Drittel auf rund vier Millionen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Hamburger Rivale Xing liegt im deutschsprachigen Raum mit 6,5 Millionen Mitgliedern vorn, wächst aber deutlich langsamer: Im vergangenen Quartal kamen bei Xing rund 211 000 neue Nutzer hinzu.

Etwa ein Drittel der LinkedIn-Mitglieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz greife auf den Dienst von mobilen Geräten zu, sagte der für das Geschäft in der Region zuständige Manager Till Kaestner der dpa. LinkedIn rechne damit, dass dieser Anteil weiter steigen werde, die Funktionen der Apps für Smartphone und Tablets werden erweitert. LinkedIn sehe im deutschsprachigen Raum eine Zielgruppe von rund 20 Millionen potenziellen Mitgliedern.

Die zweite Reihe hinter Facebook

Xing

Das Karriere-Netzwerk Xing gehört zu den Frühstartern im Social Web, schon 2003 ging es (damals noch unter dem Namen OpenBC) an den Start, seit 2006 ist es an der Börse notiert. Ende 2012 übernahm das Medienunternehmen Burda die Mehrheit an der Aktiengesellschaft. Zuletzt hatte Xing laut AGOF-Statistik in Deutschland rund 4,8 Millionen Besucher im Monat.

Google+

Das Soziale Netzwerk von Google zählt zu den Spätstartern, es ist erst seit dem Sommer 2011 online. Da der Internet-Riese es mit seinen anderen Diensten verknüpft, ist die Reichweite binnen kurzer Zeit aber schon deutlich gestiegen. Die AGOF erhebt keine Zahlen, laut Comscore waren es im Frühjahr 2013 aber beachtliche 6,7 Millionen Nutzer. Allerdings ist unklar, wie viele diesen Dienst ernsthaft nutzen.

Stayfriends

Mehr eine Datenbank als ein Soziales Netzwerk ist Stayfriends: Auf der Website können Nutzer ehemalige Mitschüler suchen, sortiert nach Schule und Jahrgang. Wer alle Funktionen nutzen will, muss eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abschließen. Laut AGOF hat der Dienst monatlich rund 4,1 Millionen Besucher.

Wer-kennt-wen

Das Netzwerk Wer-kennt-wen will alte Bekannte wieder zusammenbringen. Mittlerweile gehört es vollständig zur RTL-Gruppe. Die Reichweite ist in den vergangenen Monaten deutlich gefallen, die AGOF zählte zuletzt nur noch 2,6 Millionen Besucher im Monat.

Twitter

Der Kurzmeldungsdienst Twitter hat in Deutschland deutlich an Popularität gewonnen. Im März 2013 hatte er laut Comscore 3,7 Millionen Nutzer. Mittlerweile dürften es noch einige mehr sein.

VZ-Netzwerke

Der Absturz ist dramatisch: Einst waren die VZ-Netzwerke das größte Social-Media-Angebot in Deutschland, mittlerweile redet kaum noch einer davon. Im Herbst 2012 verkaufte Eigentümer Holtzbrinck die Netzwerke an die Investment-Gesellschaft Vert Capital. SchülerVZ ist inzwischen geschlossen, StudiVZ und MeinVZ sind noch online, haben aber eine ungewisse Zukunft.

LinkedIn hat weltweit rund 238 Millionen Mitglieder und verdient das Geld vor allem mit Dienstleistungen für Unternehmen wie Unterstützung bei der Personalsuche.

Von

dpa

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