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07.04.2006

18:20 Uhr

DFL: Kein zweites Angebot möglich

Nur Arena darf Bundesliga im Pay-TV zeigen

Nach Ansicht der Deutschen Fußball Liga darf nur der neue Fernsehpartner Arena in der nächsten Saison die Bundesliga-Spiele live im Pay-TV zeigen.

HB FRANKFURT. „Nein, die Sachlage ist eindeutig. Arena besitzt die Live-Rechte für das Free- sowie das Pay-TV“, sagte DFL-Chef Christian Seifert auf die Frage, ob es sein könne, dass es in der kommenden Saison ein weiteres Pay-TV-Angebot geben werde. Seifert äußerte sich in einem im DFL-eigenen Newsletter am Freitag veröffentlichten Interview.

Die Aktie des Bezahlfernsehsenders Premiere weitete ihre Kursverluste am Freitag nach Seiferts Äußerungen aus und führte mit einem Minus von zeitweise mehr als fünf Prozent auf 13,55 Euro die Verliererliste im MDax an.

Der Sender Premiere, der bei der Rechtevergabe für die kommenden drei Spielzeiten leer ausgegangen war, hatte erst vergangene Woche das Ziel bekräftigt, dennoch vor Ende der laufenden Bundesliga-Saison am 13. Mai ein Bundesliga-Angebot vorstellen zu können. Dazu liefen Gespräche mit den Rechteinhabern, darunter der Deutschen Telekom, die sich die Internet-Übertragungsrechte gesichert hatte.

„Premiere bleibt theoretisch noch die Möglichkeit, über das geplante Internet-Angebot der Telekom zum Zuge zu kommen oder sich mit dem Pay-TV-Rechteinhaber Arena auf eine Sublizenz zu einigen“, hieß es am Freitag in mit der Situation vertrauten Kreisen. Eine Weiterlizenzierung wird es aber wohl nicht geben, denn Arena - eine Tochter des Kabelanbieters Unity Media - hatte deutlich gemacht, nicht mit Premiere über eine Sublizenz zu sprechen. Damit wäre ausgeschlossen, dass Premiere weiter auf dem gewohnten Weg - also Kabel oder Satellit - die Bundesliga live überträgt. Ein Angebot gegen Gebühr über das Internet ist aber nicht ausgeschlossen.

In einem Zeitungsbericht hatte es geheißen, Premiere werde das geplante Bundesliga-Liveangebot der Telekom produzieren. Im Gegenzug könne Premiere das Fußball-Programm der Telekom seinen Pay-TV-Kunden doch noch zugänglich machen.

In mit der Situation vertrauten Kreisen hatte es allerdings geheißen, die DFL habe große Bedenken gegen ein solches Modell, das es Premiere erlauben würde, die Fußball-Bundesliga unter eigenen Namen anzubieten. Die Telekom hatte bekräftigt, mit Premiere - wie auch mit anderen Anbietern - über Inhalte ihres Unterhaltungsangebots und Fußball im Internet zu sprechen.

DFL-Chef Seifert sagte in dem Interview, die Rechte seien trotz des zunehmenden Zusammenwachsens der Medien klar definiert. „Das war uns natürlich bei der Ausschreibung bewusst. Und deshalb war bei der Vergabe der Rechte nicht allein der Preis entscheidend, sondern auch das eingereichte Konzept des jeweiligen Bewerbers. Und dieses Konzept wurde dann Grundlage der Vertragsbeziehung“, sagte der DFL-Chef. Auch die Inhalte seien damit klar definiert.

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